Die Europäischer Ladungs-Verbund Internationaler Spediteure AG (ELVIS) geht gegen den LKW-Hersteller Daimler mit einer weiteren Schadenersatzforderung vor.

Die Europäischer Ladungs-Verbund Internationaler Spediteure AG (ELVIS) hat von dem Daimler wegen der Beteiligung am LKW Kartell  Schadensersatz in Höhe von 160  Millionen Euro eingefordert. Die  Klageschrift soll bereits Ende 2019 beim Gericht in Stuttgart eingegangen sein,  die Details wurden aber erst jetzt bekannt.  Laut der „Stuttgarter Zeitung”  soll die Klage auch in der Schweiz getätigte LKW-Käufe berücksichtigen.

ELVIS geht nicht zum ersten Mal wegen verbotener Kartellabsprache gerichtlich gegen Daimler vor.  Die erste Schadensersatzforderung in Höhe von 90 Millionen Euro nebst 86 Millionen Euro Zinsen wurde 2017 beim Landgericht Stuttgart eingereicht. In der eigens für das Verfahren gegründeten Themis Schaden GmbH hat ELVIS die Ansprüche von 310 kleinen und mittelständischen Frachtführerbetrieben gebündelt.

Wie auch im Jahr 2017 wurde auch diesmal die Klage gegen die Kartell-Mitglieder von der eigens zu diesem Zweck gegründete Themis Schaden GmbH, an die die geschädigten ELVIS-Partner ihre Ansprüche abgetreten haben, eingereicht.

Nach den Feststellungen der Kommission haben alle großen europäischen Nutzfahrzeug-Hersteller über 14 Jahre hinweg verbotene Absprachen getroffen, unter anderem über ihre Listenpreise und die verspätete Einführung von Technologien zur Senkung von Emissionen.  Spediteure und Transportunternehmer waren damit gezwungen erhebliche Preisaufschläge zu akzeptieren. Nach Berechnungen von ELVIS waren die Kaufpreise  teilweise um mehr als 10.000 Euro überteuert. Die Europäische Kommission hat gegen die Mitglieder des Kartells Geldbußen von insgesamt fast vier Milliarden Euro verhängt.

Foto: TASS.ru

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