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Ab Montag wird europaweit kontrolliert. ROADPOL startet neue Aktion

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Vom 5. bis 11. Oktober 2026 koordiniert ROADPOL europaweit verstärkte Verkehrskontrollen. Für internationale Lkw-Fahrer lohnt sich dabei ein genauer Blick auf die jeweiligen nationalen Vorschriften: Je nach Land können Verstöße Geldbußen, Punkte oder sogar ein zeitweises Fahrverbot nach sich ziehen.

Dieser Text wurde vollständig von einem Redakteur verfasst – basierend auf fachlichem Wissen, journalistischer Erfahrung und sorgfältiger Recherche. Künstliche Intelligenz kam dabei nicht zum Einsatz.

Die ROADPOL-Aktion läuft vom 5. bis 11. Oktober 2026. Verkehrspolizeien in mehreren europäischen Ländern führen in diesem Zeitraum koordinierte Kontrollen durch.

Im Mittelpunkt stehen Verhaltensweisen, die den Blick, die Hände oder die Aufmerksamkeit vom Verkehr ablenken. Besonders im Fokus stehen Handys und andere elektronische Geräte.

Neben den Kontrollen sind auch Maßnahmen zur Aufklärung geplant. Für Berufskraftfahrer ist vor allem wichtig, dass sich die Vorschriften zur Nutzung elektronischer Geräte und die möglichen Sanktionen innerhalb Europas deutlich unterscheiden.

Deutschland: ab 100 Euro, bei Gefährdung mit Fahrverbot

Wer in Deutschland während der Fahrt unerlaubt ein Handy oder ein anderes elektronisches Gerät benutzt, muss in der Regel mit einem Bußgeld von 100 Euro und einem Punkt rechnen.

Kommt es dadurch zu einer Gefährdung, steigt die Sanktion auf 150 Euro, zwei Punkte und ein einmonatiges Fahrverbot. Wird zusätzlich ein Sachschaden verursacht, können die Folgen noch schwerwiegender ausfallen.

Die deutschen Vorschriften beschränken sich nicht auf Smartphones. Sie erfassen auch Tablets, Navigationsgeräte, Smartwatches und Laptops.

Niederlande: besonders hohe Sanktionen

In den Niederlanden fallen die Sanktionen für die unerlaubte Nutzung elektronischer Geräte am Steuer besonders hoch aus.

Wer während der Fahrt ein Handy oder ein anderes elektronisches Gerät in der Hand hält oder es unerlaubt benutzt, muss mit einer hohen Geldbuße rechnen.

Die niederländischen Behörden setzen dabei nicht nur auf klassische Verkehrskontrollen. Spezielle Kamerasysteme, sogenannte focusflitsers, können Fahrer erkennen, die elektronische Geräte in der Hand halten. Bevor ein Bußgeld verschickt wird, werden die Aufnahmen überprüft.

Spanien: 200 Euro und 6 Punkte bei einem Handy in der Hand

In Spanien kostet das Fahren mit einem Handy in der Hand 200 Euro und sechs Punkte.

Die Vorschriften erfassen auch die manuelle Bedienung von Navigationssystemen und anderen elektronischen Geräten. Die spanische Verkehrsbehörde DGT unterscheidet dabei zwischen dem Halten eines Handys, das zum Abzug von sechs Punkten führt, und anderen untersagten Formen der Gerätenutzung.

Italien: bis zu 1.000 Euro und Fahrverbot bereits beim ersten Verstoß

Italien ahndet die unerlaubte Handynutzung am Steuer besonders streng. Beim ersten Verstoß drohen 250 bis 1.000 Euro Bußgeld, der Abzug von fünf Punkten sowie ein Fahrverbot von 15 Tagen bis zu zwei Monaten.

Wiederholt sich derselbe Verstoß innerhalb von zwei Jahren, steigt das Bußgeld auf 350 bis 1.400 Euro. Außerdem werden zehn Punkte abgezogen und der Führerschein kann für ein bis drei Monate entzogen werden.

Fahrer mit weniger als 20 Punkten müssen zusätzlich mit einem sogenannten kurzen Fahrverbot rechnen. Bei einem Punktestand zwischen zehn und 19 Punkten dauert es sieben Tage, bei weniger als zehn Punkten 15 Tage. Verursacht der Fahrer einen Unfall, können sich diese Zeiträume verdoppeln.

Frankreich: 135 Euro und 3 Punkte – örtlich zusätzlich Fahrverbot möglich

In Frankreich werden für die Nutzung eines Handys in der Hand während der Fahrt 135 Euro Bußgeld und drei Punkte fällig.

Zusätzlich kann in bestimmten Départements ein behördliches Fahrverbot ohne vorherige Gerichtsentscheidung angeordnet werden. Nach Angaben des französischen Innenministeriums gilt diese Regelung bereits in mehreren Départements, darunter Landes, Lot-et-Garonne, Pas-de-Calais, Charente-Maritime, Deux-Sèvres, Yonne und Ardèche.

Das Fahrverbot kann 15 Tage bis zu sechs Monate dauern.

Damit können die Folgen desselben Verstoßes in Frankreich erheblich davon abhängen, wo der Fahrer kontrolliert wird.

Polen: 500 Złoty und 12 Punkte

In Polen dürfen Fahrer während der Fahrt kein Handy benutzen, wenn sie das Gerät oder das Mikrofon dafür in der Hand halten müssen.

Ein Verstoß kostet derzeit 500 Złoty und bringt 12 Punkte. Die Polizei weist außerdem darauf hin, dass dies auch für die Nutzung der Navigation auf dem Handy gilt, sofern das Gerät in der Hand gehalten wird. Befindet sich das Smartphone sicher in einer Halterung, ist die Nutzung grundsätzlich möglich.

Für Berufskraftfahrer können die zwölf Punkte besonders schwer wiegen, weil bereits ein einzelner Verstoß das Punktekonto erheblich belastet.

Es geht nicht nur um Telefonate

Während der ROADPOL-Aktion sollten Fahrer beachten, dass die Vorschriften in vielen Ländern weit über das Telefonieren mit einem Handy am Ohr hinausgehen.

Auch das Schreiben von Nachrichten, das Prüfen von Benachrichtigungen, die manuelle Eingabe in ein Navigationsgerät oder die Nutzung anderer elektronischer Geräte kann geahndet werden, wenn dadurch Hände oder Aufmerksamkeit vom Verkehr abgezogen werden.

Die spanische DGT nennt ausdrücklich die manuelle Bedienung von Navigationssystemen und anderen elektronischen Geräten. In Deutschland gelten die Regeln für zahlreiche Geräte zur Kommunikation, Information und Organisation. In Italien sind außerdem Tablets, Notebooks und andere Geräte erfasst, deren Nutzung dazu führen kann, dass der Fahrer auch nur vorübergehend die Kontrolle über das Fahrzeug verliert.

Für Lkw-Fahrer reicht es deshalb nicht aus, das Handy während eines Gesprächs aus der Hand zu legen. Bei einer Kontrolle kann auch entscheidend sein, wie das Gerät genutzt wurde.

Eine Woche lang verstärkte Kontrollen in Europa

ROADPOL organisiert mehrmals im Jahr grenzübergreifend abgestimmte Kontrollaktionen. Dabei verstärken die Polizeibehörden in mehreren europäischen Ländern zeitgleich ihre Kontrollen.

Dadurch sollen Verstöße gezielter erkannt und Fahrer stärker für die Risiken von Ablenkung sensibilisiert werden.

Die aktuelle Aktion dauert eine ganze Woche – von Montag, 5. Oktober, bis Sonntag, 11. Oktober 2026.

Für internationale Lkw-Fahrer können die Folgen eines Verstoßes je nach Land stark variieren. Polen setzt besonders auf die hohe Zahl von Strafpunkten, in den Niederlanden drohen hohe Geldbußen. In Italien und in Teilen Frankreichs kann zusätzlich ein zeitweises Fahrverbot hinzukommen.

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