FM Global, einer der weltweit führenden Industriesachversicherer veröffentlichte das jährliche Ranking Resilience Index 2020, anhand dessen 130 Länder auf Grundlage der Resilienz des Geschäftsumfelds eingestuft wurden. Im generellen Ranking belegte Deutschland den vierten Platz, aber in Bezug auf die Resilienz von Lieferketten war das Ergebnis etwas schlechter.

Anhand des im Mai, von FM Global veröffentlichten jährlichen Rankings Resilience Index 2020 wurden 130 Länder bezüglich der Resilienz des Geschäftsumfelds beurteilt.

Der Index 2020 stellt dar, welche Länder mit einer robusten wirtschaftlichen Erholung rechnen können und liefert den Unternehmen objektive Informationen zu den wirtschaftlichen Voraussetzungen eines Landes sowie zu dessen Risikoqualität. Dabei ist es wichtig, dass das Ranking auch einen Überblick über die Resilienz von Lieferketten bietet, die als einer der wesentlichsten Faktoren bei der Erholung von der Krise gelten.

Methodische Grundlagen des Index

Der Index entstand auf Basis von zwölf gleichermaßen berücksichtigten Treibern, eingeordnet in drei Kategorien. Dazu zählen:

Faktoreb
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Quelle: fmglobal.de

FM Global analysierte alle diese Indikatoren auch hinsichtlich der Reaktion der Länder auf die Coronavirus-Epidemie, um feststellen zu können, wie stabil die gegebenen Märkte sind und inwieweit sie die Krise bewältigen können. Die erhaltenen Ergebnisse lassen schlussfolgern, dass die hochrangigen Länder in einer guten Position sind, um die wirtschaftliche Erholung nach der Pandemie zu unterstützen.

Insbesondere nach einer Krise wie COVID-19 ist Resilienz für Menschen, Länder und Unternehmen von entscheidender Bedeutung, so Kevin Ingram, Executive Vice President und Chief Financial Officer bei FM Global. Das Ranking eines Landes im Rahmen des FM Global Resilience Index 2020 lässt Rückschlüsse auf seine wirtschaftliche Erholung zu. So lässt sich besser einschätzen, wie schnell sich die hiesigen Unternehmen von den Auswirkungen des Coronavirus erholen können. Diese Aspekte sind wesentlich, wenn neue Standorte und Märkte bestimmt werden müssen oder über eine Erweiterung der Lieferketten nachgedacht wird. Dies sind überaus weitreichende Geschäftsentscheidungen, fügt er hinzu. 

Überdies betont FM Global, dass bei der Beurteilung des wirtschaftlichen Erholungspotenzials der betrachteten Länder nicht nur die Pandemie berücksichtigt wurde. Unter die Lupe wurden auch konventionelle Risiken wie Hochwasser, Dürre, Wirbelstürme, Erbeben, Cyberangriffe, Ölkrisen und politische Unruhen genommen, die doch auch eine gravierende Bedrohung für Unternehmen und deren Geschäftswert aufweisen.

Länder mit der höchsten Resilienz

Der Spitzenreiter war dieses Jahr Norwegen. Den zweiten und dritten Platz belegten entsprechend die Schweiz und Dänemark.

Den vierten Platz nahm im weltweiten Vergleich Deutschland mit 97,5 Punkten ein.

over all Germany
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In der Kategorie: Resilienz von Lieferketten rangiert die Bundesrepublik Deutschland an neunter Stelle.  In diesem Bereich werden vier Faktoren berücksichtigt: Kontrolle der Korruption, Qualität der Infrastruktur, Grundsätze der Unternehmensführung und Transparenz der Lieferkette.

Supply Chain
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Zu der Spitzengruppe mit den höchsten Index-Ratings gehörten auch: Schweden, Finnland, Luxemburg, Österreich sowie die zentralen und östlichen Staaten der USA.

Die zehn Schlusslichter sind in absteigender Reihenfolge: Nicaragua, Nepal, Mali, Mosambik, Iran, Libanon, Tschad, Äthiopien, Venezuela und Haiti.

Detaillierte Angaben zu anderen Ländern können Sie auf der interaktiven Karte finden.

Foto: FM Global Resilience Index

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