Laderaumplanung ist kein einfacher Prozess. Eine große Anzahl von Ladungen unterschiedlicher Größe verlängert den Beladungsprozess erheblich. Dank der auf dem Markt erhältlichen Tools und Apps kann die Anordnung der Güter in einem LKW jedoch viel einfacher verlaufen.

Meistens sind wir an Frachtenbörsen aktiv. Wenn der Kunde also ein Angebot für eine nicht standardmäßige Fracht abgibt, bleibt keine Zeit zum Überlegen, im Kopf zu rechnen oder den Taschenrechner zu verwenden, ob die Fracht passt oder nicht. Die Planung einer perfekten Anordnung nimmt im Fall von Gütern unterschiedlicher Größe mehr Zeit in Anspruch als im Fall von Europaletten, die jeder Spediteur im Kopf schnell berechnen kann, sagt Bartosz Lenarczyk, Spediteur beim Transportunternehmen EURO-TRANS.

Dieses Problem betrifft aber nicht nur Spediteure, sondern auch Hersteller, die Transporte auslagern.

Die Ladungen wiederhoen sich, sind jedoch unterschiedlich groß. Es ist schwierig, sie alle innerhalb eine Transporteinheit unterzubringen, sagt Agata Jamrowska, Vertriebs- und Logistikkoordinatorin des RAPA-Produktionsunternehmens.

Eine große Anzahl von nicht standardisierten Ladungen,  die in einem LKW untergebracht werden müssen, ist ein wiederkehrendes Problem in der Branche. Weniger technikaffine Menschen greifen dann einfach zu einem Stück Papier oder einem Taschenrechner. Dies ist jedoch mühselig und zeitaufwendig. Gerade aber Zeit ist Gold wert in der Branche. Es wird daher empfohlen, ein Laderaumoptimierungsprogramm zu verwenden.

Schnell und effektiv

Eine Laderaumoptimierungsapp kann mit einem Taschenrechner verglichen werden. Man kann alle mathematischen Aufgaben selbstständig, auf einem Blatt Papier oder im Kopf berechnen, aber mithilfe eines Taschenrechners geht das einfach viel schneller und einfacher. Gleiches gilt für die Laderaumoptimierungsapps, sagt Bogumił Paszkiewicz, Mitentwickler von Goodloading.com, einem Tool, das Spediteuren bei der effektiven Anordnung ihrer Ladung helfen soll.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Alles, was Sie tun müssen, ist die Komponenten in das Software-Tool einzugeben, sofort wird die optimale Anordnung gezeigt. Man muss keine besonderen Kenntnisse haben.  Relevant ist auch, dass man die Projekte mit anderen via App teilen und eine Druckdatei erstellen kann, so dass die Kommunikation zwischen Auftraggeber und Versender ein Klacks ist. Indirekt kann die Nutzung einer solchen Software auch zu einer Reduzierung von Transportkosten beitragen.

Dank der App konnte ich die Transportkosten reduzieren, weil der Spediteur des Transportunternehmens vorher die Größe des LKW im Verhältnis zur Anzahl der Ladungen nicht richtig berechnet hatte und mehr Fahrzeuge als nötig bereitstellte, sagt Agata Jamrowska.

Nicht ohne Relevanz sind auch visuelle Aspekte. Das via App erstellte Projekt ist in der Regel transparenter, was die Arbeit der auf den Laderampen arbeitenden Personen erheblich erleichtert.

Ich drucke die Projekte aus und gebe sie ins Lager weiter, sie sind intuitiver und transparenter als die manuell erstellten, die wir bisher verwendet haben. Außerdem kann ich auch während des Anordnungsprozesses die Ladungen verschieben oder rausnehmen. Auf einem Blatt Papier mithilfe von einem Bleistift und Radiergummi wäre das nicht so einfach, erklärt Agata Jamrowska.

Welche Tools gibt es auf dem Markt?

Zu den beliebtesten Laderaumplanungsapps gehören Goodloading und Easy Cargo 3D.

Goodloading ist eine kostenlose browserbasierte Anwendung. Sie brauchen lediglich einen Computer mit Internetzugang. Die Hauptleistungsmerkmale sind:

– Möglichkeit der  manuellen Anordnung der Ladungen,

– Export von Daten,

– Möglichkeit das Projekt freizugeben.

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Easy cargo 3D hingegen berücksichtigt die Achslast sowie das zGG. Die Software ist zwar kostenpflichtig, die Nutzung dafür aber uneingeschränkt.

Gastbeitrag von Martyna Strzoda

Foto:Krone

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