Der neueste DHL-Bericht zeigt, dass die meisten Unternehmen gerne in moderne Lösungen investieren, aber die Effizienz von Firma zu Firma sehr verschieden ist.

Die Digitalisierung  in der  Supply-Chain kann das Wachstum in Unternehmen enorm steigern.

Die heutige Welt der Logistik ist vom Phänomen der Digitalisierung betroffen. Es ist klar, dass die gesamte Lieferkette neu gestaltet werden muss – sagt Vincenzo Campanella, Marketingleiter der Cassiol-Gruppe, die sich mit der Lieferung von automatisierten Lösungen für die Logistik befasst.

Gleichzeitig betont er, dass das heutige Lager nicht länger ein „staubiger Raum der Vergangenheit ist, in dem Kisten und Verpackungen aller Art gestapelt wurden”.Es ist technologisch intelligenter, dynamischer als zuvor.

Die Vorteile des Einsatzes von IT-Lösungen, einschließlich derer, die verschiedene Aktivitäten automatisieren, werden nicht nur von „Lagerarbeitern”, sondern auch von Supply-Chain-Managern wahrgenommen.

Big Data weit vorne

Die von DHL durchgeführte Studie zur Digitalisierung in der Supply-Chain  zeigt jedoch, dass neue Technologien und Anwendungen sich so schnell entwickeln und die Funktionsweise der Industrie erheblich verändern, so dass Lieferketten oft Probleme mit der schnellen „Implementierung” dieser Lösungen haben. Im Endeffekt nutzen nur 5 Prozent der Unternehmen  diese Vorteile voll aus.

– Zweifellos hat die Digitalisierung enorme Auswirkungen auf die Supply-Chain auf der ganzen Welt, und ihre Bedeutung wird nicht geringer. Unternehmen stehen vor einem breitem Spektrum an neuen Produkten und Anwendungen, die auf den Markt kommen und in der Branche Anerkennung finden. Eine zielgerichtete Strategie der Digitalisierung der Lieferkette ist jetzt der Schlüssel zum Erfolg, um das Umfeld neuer Technologien und neue Wege zu beschreiten und so Profite zu machen – sagt Lisa Harrington, Präsidentin der Harrington Group, die im Auftrag von DHL die Studie durchführte.

So haben bereits 73 Prozent der Befragten in die Big-Data-Analyse investiert. Die Befragten waren auch an Lösungen interessiert, die auf der Cloud (63 Prozent), dem Internet der Dinge (54 Prozent) und der Blockchain (51 Prozent) basierten.

Vier von fünf Befragten, die nach den größten Vorteilen für den Einsatz der Technologie gefragt wurden, berichteten von einer Kostensenkung und einer höheren Rentabilität.

Neue Technologien in der Supply-Chain werden nicht effizient genutzt

Bewusstsein ist eins, aber die Praxis sieht leider anders aus. Die Studie macht deutlich, dass  95 Prozent der Befragten das Entwicklungpotential von Instrumenten sowie die Möglichkeiten von Informations- und Analyselösungen nicht voll nutzen.

Die Aussichten sind jedoch vielversprechend. Roboter der nächsten Generation, künstliche Intelligenz, unbemannte Autos, Blockchains, Big Data – das sind nur einige der Technologien, die moderne Unternehmen bereits jetzt schon in ihre operativen Strategien und in die Lieferkette einbeziehen müssen.

Zwei Drittel der von DHL befragten Unternehmer gaben an, dass ihnen Robotik, autonome Fahrzeuge (40 Prozent), 3D-Druck (33 Prozent) und Augmented Reality sowie Drohnen (28 Prozent) von Bedeutung sind. Wenn diese Hinweise in den kommenden Jahren in konkrete Investitionsentscheidungen münden, und vor allem, wenn die Instrumente eine reale Anwendung finden, wird es möglich sein, über den wirklichen Erfolg der Digitalisierung der Logistik zu sprechen.

Zu langer ROI- Prozess

Vorerst geben die Unternehmen jedoch zu, dass sie gerade erst beginnen, Chancen zu erkennen. 39 Prozent von ihnen erklären, dass sie eine oder mehrere Informations- und Analyselösungen entwickeln, und nur ein Drittel von ihnen plant, Hardwarelösungen anzuwenden.

Ein langsames Tempo der Entwicklung ist das Ergebnis der alten Angewohnheiten. Nur einige können sich davon befreien. So setzt DHL bereits heute Augmented Reality in Lagern ein, um den Kommissionierprozess effizienter zu gestalten. Lagerarbeit verkürzt die Kommissionierzeit, unterstützt Mitarbeiter bei sich wiederholenden Aufgaben, z.B. beim Verpacken. Darüber hinaus führt der Tycoon robotische Programmierung ein (Prozessautomatisierung mit Robotik), und entsprechende Sensoren liefern den Kunden Echtzeit-Informationen über den Standort und den Status ihrer Güter (mithilfe des Internets of things).

Beim Einsatz von Hardware-Technologien sind mehr als zwei Drittel der Befragten vor allem um ihre Zuverlässigkeit besorgt, bei fast derselben großen Gruppe ist ein besonderes Problem ein Widerstand gegen Veränderungen in der Organisation, aber auch ihrer Meinung nach ein ungenügender oder zu langer Return on Investment Prozess.

Fot. Pixabay/geralt

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