Die Relevanz von Paketdienstleistungen steigt. Eine aktuelle Studie im Auftrag von Hermes erlaubt ein erstes Fazit zum Paketempfang und -versand in der Corona-Zeit.

Pakete versenden und empfangen wird für viele Deutsche zum festen Bestandteil ihres Alltags: Trotz Lockerungen, wieder geöffneter Geschäfte und noch niedriger Fallzahlen bleiben die Sendungsmengen auf anhaltend hohem Niveau, insbesondere Online-Bestellungen empfängt fast jeder zweite Deutsche seit Mitte März häufiger als noch vor Corona.

Das ergab eine repräsentative Umfrage im Auftrag von Hermes, die ein erstes Fazit zum Paketempfang und -versand seit Beginn der Pandemie erlaubt. Der private Versand von Paketen entpuppt sich zudem als „Nähe-Ersatz“ in der Corona-Zeit. Bei 60 % der Deutschen hat darüber hinaus die Wertschätzung gegenüber Paketzusteller*innen durch die Corona-Krise zugenommen.

Die aktuelle Studie bestätigt, was wir als Paketdienstleister seit einigen Monaten wahrnehmen: Die Relevanz des Paketempfangs und -versands steigt. Dabei handelt es sich keineswegs um einen kurzlebigen Trend. Mit einer verlässlichen, hohen Zustellleistung konnten wir die Wertschätzung und das Vertrauen in die Paketdienstleistung nachhaltig stärken. Dementsprechend verzeichnen wir nach wie vor Sendungsmengen auf Vorweihnachtsniveau. Gerade das Zusammenspiel aus Online-Handel und einer gut aufgestellten Logistik hat sich in der Corona-Krise als essenziell für eine zusätzliche Versorgungsinfrastruktur der Bevölkerung erwiesen. 10 % der Deutschen haben in diesem Zuge Online-Shopping sogar ganz neu für sich entdeckt, erläutert Marco Schlüter, Chief Operations Officer bei Hermes Germany.

E-Commerce boomt: Fast jeder Zweite bestellt häufiger online

Fast jeder zweite Deutsche empfängt aktuell häufiger Pakete als noch vor Corona (39 %), dabei handelt es sich meist um Online-Bestellungen: 48 % der Befragten bestellen seit Beginn der Corona-Krise häufiger bei Händlern im Internet. Besonders in Nordrhein-Westfalen, wo nach Bayern zum jetzigen Zeitpunkt seit März insgesamt die zweithöchste Zahl an Infektionsfällen zu verzeichnen ist, hat sowohl der Paketempfang im Allgemeinen (46 %) als auch der Empfang von Online-Bestellungen im Speziellen (54 %) am meisten zugenommen.

Bundesweit bestellt immerhin jeder Fünfte (21 %) aufgrund von Corona wenn möglich eher im Internet als zuvor. Dabei setzen Jüngere und Personen, die ihre Gesundheit durch Corona bedroht fühlen, am häufigsten darauf. Besonders während des Lockdowns war der Onlinehandel ein sicherer Weg, um sich benötigte Waren in die eigenen vier Wände zu holen.

Jeder Zehnte (10 %) hat diese Möglichkeit des Konsums in den vergangenen Monaten sogar ganz neu für sich entdeckt. Online-Shopping kann zudem scheinbar auch ein Mittel gegen Einsamkeit sein: Bei Personen, die sich vor einer Corona-bedingten Vereinsamung fürchten, tätigt sogar jede*r Fünfte (20 %) nun häufiger Einkäufe über das Netz.

Nähe durch Paketversand in Zeiten von Corona

Von der Geburtstagsfeier bis zur Hochzeit – aufgrund der Corona-Pandemie müssen zahlreiche Feierlichkeiten abgesagt werden, insbesondere zu Zeiten des Lockdowns stand diesbezüglich das soziale Leben still.

Die Geschenke erreichen in vielen Fällen dennoch ihre Empfänger: Nahezu jedeer Zweite (47 %) hat seit Ausruf des Pandemiefalls Mitte März und den damit einhergehenden Beschränkungen ein Geschenk an Freunde oder Verwandte per privatem Paket verschickt oder selbst erhalten. Besonders hoch im Kurs: Geburtstagsgeschenke.

Jeder vierte Deutsche (23 %) hat in den letzten Monaten ein Geburtstagspaket verschickt. Deutlich über die Hälfte dieser Geschenke (59 %) wären vor Corona persönlich übergeben worden. Diese Möglichkeit hat Sender und Empfänger gleichermaßen glücklich gemacht: 70 % der Versender bestätigen, dass sie glücklich waren, ein Geschenk trotz der Umstände mittels einer Paketsendung übergeben zu können. Auch die Mehrheit der Empfänger hat sich ganz besonders über ein Geschenkpaket gefreut (74 %) und sich dem Versender trotz räumlicher Trennung nahe gefühlt (71 %).

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Quelle: hermesworld.com

#Logistikhelden: Mehr Wertschätzung für Paketzustellerinnen

Seit Beginn der Corona-Einschränkungen sind PaketzustellerInnen täglich im Einsatz und leisten einen wichtigen Beitrag zur Versorgung der Bevölkerung. Dafür wird ihnen von einem Großteil der Deutschen (83 %) Dankbarkeit entgegengebracht.

Auch die gesellschaftliche Wertschätzung gegenüber dieser Berufsgruppe hat durch die Corona-Krise bei 60 % der Befragten zugenommen: Damit liegen PaketzustellerInnen nur knapp hinter den SupermarktmitarbeiterInnen (69 %) und dem Krankenhauspersonal (73 %), bei denen die Wertschätzung im Vergleich noch stärker angestiegen ist.

Auffällig dabei ist, dass mit zunehmendem Alter der Befragten die Anerkennung steigt. Zudem zeigt sich, dass vor allem Personen, die Corona als Bedrohung für die eigene Gesundheit sehen oder zur Risikogruppe zählen, die Arbeit der Paketdienste mehr als vor der Corona-Krise schätzen (68 % und 67 %). Mit Blick auf die einzelnen Bundesländer spielen PaketzustellerInnen gerade in Bayern für zwei Drittel (66 %) eine wichtige Rolle hinsichtlich der Gewährleistung der Versorgung. Das Bundesland war bislang am stärksten von Covid-19-Fällen betroffen.

Als Logistiker tragen wir einen wichtigen Teil zur sicheren Versorgung der Bevölkerung bei. Die PaketzustellerInnen zeigen seit Beginn der Corona-Zeit, welche Bedeutsamkeit ihre Arbeit hat. Sie waren im Einsatz, damit andere zu Hause bleiben können. Es freut mich ganz besonders, dass dies bei der Bevölkerung Wertschätzung und Anerkennung findet, so Schlüter.

*Quelle: Die Ergebnisse beruhen auf einer deutschlandweiten repräsentativen Online-Befragung von 3.200 Bundesbürger*innen zwischen 18 und 80 Jahren. Die Interviews wurden vom Marktforschungsinstitut HEUTE UND MORGEN im Auftrag von Hermes zwischen dem 15.06. und 22.06.2020 durchgeführt.

Photo: hermesworld.com

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