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TradeLink setzt auf KI-Agenten für operative Logistikaufgaben

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TradeLink will seine Logistikplattform schrittweise um KI-Agenten erweitern, die operative Routineaufgaben selbstständig übernehmen. Nach Unternehmensangaben verarbeitet der bereits eingesetzte KI-Assistent „Emma“ mehr als 95 Prozent der eingehenden Avis-Mails ohne Rückfragen. Künftig sollen weitere Agenten unter anderem Auftragsmanagement, Disposition, Routing, Zeitfenstersteuerung und Wareneingang unterstützen.

Dieser Text wurde vollständig von einem Redakteur verfasst – basierend auf fachlichem Wissen, journalistischer Erfahrung und sorgfältiger Recherche. Künstliche Intelligenz kam dabei nicht zum Einsatz.

Das Wichtigste in Kürze

  • TradeLink entwickelt seine Plattform zu einem System mit spezialisierten KI-Agenten weiter.
  • Der KI-Assistent „Emma“ verarbeitet laut Unternehmen mehr als 95 Prozent der Avis-Mails ohne Rückfrage.
  • Weitere Agenten sind für Auftragsmanagement, Disposition und Routing, Zeitfenstermanagement, Wareneingang und Klärfälle geplant.
  • Entscheidungen über Ausnahmen, Prioritäten und Freigaben sollen weiterhin bei den Logistikteams liegen.
  • Nach Angaben von TradeLink nutzen mehr als 10.000 Unternehmen das Netzwerk der Plattform.

KI soll Avisierung weitgehend automatisieren

Einen ersten Anwendungsfall hat TradeLink bereits im operativen Einsatz. Der KI-Assistent „Emma“ bearbeitet eingehende Avisierungen, liest E-Mails aus dem entsprechenden Postfach, ordnet Lieferscheine zu und bereitet Anlieferungen vor.

Nach Angaben des Münchner Unternehmens verarbeitet das System mehr als 95 Prozent der Avis-Mails ohne zusätzliche Rückfragen. Damit soll ein Prozess automatisiert werden, der in vielen Logistikabteilungen noch mit erheblichem manuellem Aufwand verbunden ist.

Die Anwendung soll künftig weitere Aufgaben übernehmen. Geplant ist unter anderem, dass „Emma“ E-Mails von Lieferanten und Spediteuren selbstständig beantwortet, Informationen aus Excel-Listen verarbeitet und über mehrere Standorte hinweg Auffälligkeiten oder Verbesserungspotenziale erkennt.

Agenten für Disposition, Routing und Wareneingang

TradeLink will den Ansatz nicht auf die Avisierung beschränken. Das Unternehmen arbeitet nach eigenen Angaben an weiteren KI-Agenten für Auftragsmanagement, Disposition und Routing, Zeitfenstermanagement, Wareneingang sowie die Bearbeitung von Klärfällen.

Das Konzept geht damit über klassische Assistenzfunktionen hinaus. Statt lediglich Informationen bereitzustellen oder Texte zu generieren, sollen die Systeme einzelne Prozessschritte eigenständig bearbeiten und aus verschiedenen Datenquellen die nächsten Arbeitsschritte ableiten.

Gerade in der Disposition könnte dies beispielsweise bedeuten, Auftragsdaten zusammenzuführen, Routenvorschläge vorzubereiten oder Abweichungen zu erkennen. Im Zeitfenstermanagement könnten Agenten verfügbare Slots mit Lieferinformationen abgleichen und bei Änderungen entsprechende Prozesse anstoßen.

Wie weit die Systeme dabei autonom handeln dürfen, sollen die jeweiligen Unternehmen selbst festlegen. Ausnahmen, Prioritäten und Freigaben sollen nach Angaben von TradeLink weiterhin von den zuständigen Mitarbeitern entschieden werden.

Von generativer KI zu operativen Prozessen

Der Ansatz zeigt eine Entwicklung, die derzeit in vielen Logistikanwendungen zu beobachten ist. Während die erste Welle generativer KI vor allem auf Texte, Dokumentenauswertung oder Informationssuche zielte, rücken zunehmend sogenannte KI-Agenten in den Mittelpunkt.

Diese Systeme sollen nicht nur auf eine einzelne Anfrage reagieren, sondern Aufgaben innerhalb festgelegter Prozesse selbstständig abarbeiten. Voraussetzung dafür ist der Zugriff auf Prozess- und Unternehmensdaten sowie klar definierte Regeln dafür, wann ein Vorgang automatisiert abgeschlossen werden kann und wann ein Mitarbeiter eingreifen muss.

Für die Logistik ist das besonders relevant, weil zahlreiche operative Prozesse weiterhin durch E-Mails, Tabellen und manuelle Abstimmungen geprägt sind. KI-Agenten könnten vor allem dort Arbeitsaufwand reduzieren, wo Informationen heute zwischen unterschiedlichen Systemen und Beteiligten übertragen werden müssen.

Mehr als 10.000 Unternehmen im Netzwerk

TradeLink sieht sein bestehendes Netzwerk als Grundlage für den weiteren Ausbau. Nach Unternehmensangaben koordinieren inzwischen mehr als 10.000 Unternehmen ihre Warenflüsse über die Plattform. Dazu zählen Standorte, Lieferanten, Spediteure und weitere Logistikpartner.

Auf Basis der dort verfügbaren Prozessinformationen sollen die KI-Agenten Daten aus unterschiedlichen Quellen zusammenführen und daraus konkrete Arbeitsschritte ableiten.

Der technische Ausbau soll gemeinsam mit Kunden erfolgen. TradeLink plant dafür Workshops, Proofs of Concept und Co-Development-Projekte. Dabei soll unter realen Bedingungen geprüft werden, welche Prozesse sich zuverlässig automatisieren lassen und an welchen Stellen weiterhin menschliche Entscheidungen erforderlich sind.

Damit rückt weniger die KI-Technologie selbst in den Vordergrund als ihre Einbindung in konkrete operative Abläufe. Für Logistikunternehmen dürfte sich der Nutzen solcher Agentensysteme vor allem daran messen lassen, ob sie manuelle Arbeit tatsächlich reduzieren, Fehler vermeiden und gleichzeitig mit bestehenden Transport- und Lagerprozessen zuverlässig zusammenspielen.

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