Wie sich unsere Logistik im Laufe der nächsten 20 Jahre verändern wird, versucht die IT-Beratung MHP vorherzusehen. Aus der letzten Studie des Unternehmens ergibt sich, dass Drohnen und unterirdische Infrastrukturen zum Alltag werden können.

Es besteht kein Zweifel darüber, dass die nächsten 10 Jahre zahlreiche Herausforderungen für die deutsche Logistik bedeuten werden. Man sollte z. B. mit  einem enormen Anstieg des Paketvolumens bis sogar 8,5 Milliarden Sendungen jährlich und einem noch schlimmeren Mangel an qualifiziertem Personal im Straßengüterverkehr rechnen. Laut Schätzungen können der deutschen Logistik bis 2030 sogar 150.000 Berufskraftfahrer fehlen.

Diese Zahlen zeugen davon, dass gesamte Logistikbranche innovative und futuristische Lösungen für die erfolgreiche Zukunft braucht. Das vor der IT-Beratung MHP veröffentlichte Whitepaper „Logistik 4.0 – Intelligent, Integriert, Autonom“ liefert interessante Hypothesen und Ideen, wie sich die nächsten Jahre für die Branche gestalten können.

Die Autoren meinen, dass die steigenden Warenströme in den Städten zwangsläufig zu neuen logistischen Lösungen führen werden. Für das Jahr 2040 prognostiziert das Unternehmen die Gründung vieler Mega-City-Logistik-Hubs an den Rändern der Ballungsräume und Städte. Von hier aus werden die Sendungen weiter mit elektrischen Lieferwagen, E-Cargo-Bikes oder vielleicht auch Drohnen zum Endkunden gebracht.

Ein gutes Beispiel stellt z. B. Amsterdam dar, wo ein solcher 125.000 Quadratmeter großer Mega-Hub bereits geplant wird, der zur Reduzierung des innerstädtischen Verkehrs beitragen soll.

Kein Wunder, weil die Nachhaltigkeit in den nächsten 20 Jahren eine enorm große Rolle in der Logistik spielen wird. Eine weitgehende Digitalisierung der Unternehmen ist dabei unerlässlich. Die Autoren des Whitepapers schreiben über die Notwendigkeit eines verstärkten Einsatzes der Optimierungssoftware, damit Frachten und leere Transportkapazitäten effektiver zusammengepasst werden können.

Viel Potenzial wird auch Drohnen zugeschrieben.  Die Experten von MHP glauben, dass in Deutschland bis zum Jahr 2030 etwa 850.000 Drohnen zum Einsatz kommen können.

Besonders interessant scheinen unterirdische Lösungen zu sein.  Das Whitepaper beschreibt mögliche Plattformlösungen, die den Warentransport unter der Erde koordinieren und autonom leiten könnten.

Möglich sind auch alternative Transportmitteln für den Luftverkehr dank den fliegenden Warenlagern. Es handelt sich um das Konzept der riesigen Luftschiffe in der Rolle von zentralen Lagern, die mit Materialien oder Paketen gefüllt wären. Drohnen würden dann Pakete autonom und direkt aus dem Luftschiff heraus zum Endkunden liefern. In Ludwigsburg sind sogar erste Immobilien mit einem integrierten Drohnenlandeplatz entstanden.

Foto: Pixabay

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