Gute Nachrichten für Lkw-Fahrer. Ein neuer, sicherer Parkplatz wurde geöffnet

Entlang der Autobahn A1 sind rund 40 sichere Stellplätze in Betrieb genommen worden. Mehr als 20 Kameras und künstliche Intelligenz sorgen für die Sicherheit von Fahrern und Ladung.

Gute Nachrichten für Lkw-Fahrer. Ein neuer, sicherer Parkplatz wurde geöffnet
Foto: Bosch secure truck parking

Für den Bau des Parkplatzes in Frechen bei Köln war Bosch verantwortlich. Die Anlage entspricht den Standards der Transported Asset Protection Association (TAPA), die Parkplätze auf ihre Sicherheit hin zertifiziert. In diesem Fall weist die Investition die TAPA-Stufe 2 auf.

Wir haben als Generalunternehmer im Auftrag des Betreibers eine zertifizierte Komplettlösung für Lkw-Parkplätze in Frechen realisiert, die Fahrer und Ladung schützt”

erklärt Uwe B. Herrmann, Projektleiter bei Bosch Building Technologies.

„Die Anlage ist mit mehr als 20 Kameras, einem System der künstlichen Intelligenz und vier Ein- und Ausfahrtstoren ausgestattet. Der Zugang für Außenstehende wird durch eine Fußgängersperre erschwert. Der Parkplatz wird zudem energiesparend beleuchtet”, heißt es in der Bosch-Pressemitteilung.

Unternehmen, die die Sicherheit ihrer Fahrer und der Ladung gewährleisten wollen, können mit der Bosch Secure Truck Parking App Stellplätze reservieren. Lkw-Fahrer können dank digitaler Nummernschilderkennung in den Parkplatz einfahren.

Jährliche Verluste liegen bei 8,2 Milliarden Euro

Der Grund für den Bau dieser Anlage ist der Mangel an rund 400.000 sicheren Parkplätzen in Europa. Der Mangel an solchen Plätzen hat – wie Bosch betont – Konsequenzen für alle Teilnehmer der Lieferkette: Fahrer, Spediteure und Warenproduzenten. Er hat auch negative Auswirkungen auf andere Verkehrsteilnehmer, die nicht direkt mit dem Transportgewerbe zu tun haben. Lkw-Fahrer sind oft gezwungen, an ungeeigneten und vorschriftswidrigen Orten zu parken.

Der Mangel an Parkmöglichkeiten bedeutet auch finanzielle Einbußen für die Unternehmen, die Waren transportieren und produzieren. Nach Angaben von TAPA belaufen sich die Verluste in Europa auf rund 8,2 Milliarden Euro pro Jahr. Deutschland steht ganz oben auf der Liste der Länder, in denen Ladungsdiebstähle am häufigsten vorkommen. Neben unseren westlichen Nachbarn führt Bosch auch das Vereinigte Königreich auf.

Zu den am häufigsten gestohlenen Waren gehören Autoteile, Schmuck, Edelmetalle und Lebensmittel.

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