Ab Oktober 2020 tritt in der Region Greater London, die die Hauptstadt und 32 Gemeinden umfasst, eine neue Anforderung für LKW über 12 Tonnen in Kraft. Für Lastkraftwagen mit einerm Sicherheitsrating Null gilt ab dann ein Fahrverbot.

Der Direct Vision Standard (DVS) und die HGV Safety Permit für schwere Nutzfahrzeuge erfordern, dass alle schweren Nutzfahrzeuge mit einem Gewicht von über 12 Tonnen eine Genehmigung für die Einfahrt  in den Raum Greater London haben müssen, informiert die Behörde Transport for London. Die neuen Normen gelten auch für Fahrzeuge aus dem Ausland.

Ziel dieses Programms ist es, die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer, insbesondere Fußgänger, Radfahrer und Motorradfahrer, zu verbessern. Es ist eines der Elemente des Vision Zero-Plans, der bis 2041 Unfälle mit Todesopfern und Schwerverletzten  auf Londoner Straßen auf Null reduzieren soll.

Der Direct Vision Standard gibt an, wie viel der LKW-Fahrer direkt durch die Fahrerhausfenster sehen kann. Gleichzeitig wird das Risiko in der Nähe des Fahrzeugs für gefährdete Verkehrsteilnehmer wie Fußgänger und Radfahrer gemessen.

Strengere Emissionsnormen Darüber hinaus werden ab dem 26. Oktober 2020 die Standards in der Niedrigemissionszone (LEZ) strenger. LKWs, Busse und Reisebusse müssen die Abgasnorm Euro 6 (NOx und PM) erfüllen oder im Großraum London einen Tagessatz zahlen.

 

 

Anforderungen für die HGV Safety Permit

Ab dem 26. Oktober 2020 benötigen alle LKW mit mehr als 12 Tonnen, die nach London fahren oder in London unterwegs sind, eine gültige HGV Safety Permit. Dies gilt auch für Fahrzeuge aus dem Ausland. Das HGV Safety Permit System gilt für den Großraum London und ist an jedem Tag des Jahres rund um die Uhr in Betrieb. Die Einreichung des Antrags ist kostenlos – informiert Transport of London.

DVS-Ratingsystem

Die Erlaubnis zur Einfahrt in den Großraum London kann nur für LKW mit einem entsprechendem Rating beantragt werden – d. h. mindestens ein DVS-Stern (5 DSV-Sterne sind das Maximum). Für die Einreichung eines Zulassungsantrags für ein Fahrzeug mit entsprechendem Rating, also mindestens einem Stern, sind keine zusätzlichen Unterlagen erforderlich. Es ist möglich, einen Antrag auf Zulassung mehrerer Fahrzeuge zu stellen. Die Genehmigung für Fahrzeuge aus dem Ausland kann auf die gleiche Weise beantragt werden, indem äquivalente Dokumente vorgelegt werden.

Die Gültigkeitsdauer der Genehmigung hängt von der Anzahl der Sterne ab. Beispielsweise laufen Genehmigungen für Fahrzeuge mit drei, vier oder fünf Sternen am Ende des 25. Oktober 2030 oder zehn Jahre nach dem Antragsdatum ab, wenn sie später als am 26. Oktober 2020 erteilt werden (je nachdem, was später eintritt).

Wenn das Fahrzeug jedoch die Anforderungen nicht erfüllt und keinen einzigen DSV-Stern erhalten hat, muss es mit allen folgenden Sicherheitsvorrichtungen ausgestattet sein, um eine Genehmigung zu erhalten:

– zur Verbesserung des Sichtfelds des Fahrers:

– Spiegel der Klassen V und VI, – ein voll funktionsfähiges Kamerasystem, – Sensorsystem mit Fahrerwarnungen,

– um die Verkehrsteilnehmer auf die vom LKW beabsichtigten Manöver aufmerksam zu machen, sollten Fahrzeuge ausgestattet sein mit:

– Warnschildern, – akustische Warnsignale beim Abbiegen nach links (oder beim Rechstabbiegen im Fall wenn das Lenkrad links angebracht ist)

Detaillierte Informationen zu den erforderlichen Anforderungen und Ausrüstungsgegenständen finden Sie in einem von TFL veröffentlichten Transportleitfaden.

Strengere Emissionsnormen

Darüber hinaus werden ab dem 26. Oktober 2020 die Standards in der Niedrigemissionszone (LEZ) strenger. LKW, Busse und Reisebusse müssen die Abgasnorm Euro 6 (NOx und PM) erfüllen oder eine Gebühr für die Durchfahrt zahlen.

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