Die Lkw und Bushersteller sind sich darüber einig – die Laster werden noch lange nicht ohne Verbrennungsmotor auskommen. Nur im Stadtverkehr sei Strom eine Alternative. So sind die Schlussfolgerungen aus dem „Handelsblatt“-Nutzfahrzeugforum in München.

Der Akku für einen 40-Tonner würde gut zehn Tonnen wiegen, sagte VW-Nutzfahrzeugvorstand Andreas Renschler. Er sei außerdem „sehr, sehr teuer”, fügte Volvo-Technikvorstand Lars Stenqvist hinzu. Bei einem Bus „gehen im Winter 50 Prozent des Stroms auf die Heizung”, hob MAN-Vorstandschef Joachim Drees hervor.

Tesla braucht vielleicht frisches Geld von Investoren. Wir bringen ein neues Produkt, wenn es für die Kunden Sinn macht und nicht für die Finanzmärkte

– sagte Scania-Vorstandschef Henrik Henriksson in Bezug auf Medienangaben, dass das US-Unternehmen einen strombetriebenen Sattelschlepper herstellen wird.

Die Lkw-und Bushersteller waren sich einig, dass Elektroantriebe im städtischen Verteilerverkehr und bei Stadtbussen jetzt schnell kommen. Für schwere Lastwagen sei ein zusätzlicher Elektromotor für die letzten Kilometer in der Stadt sinnvoll, sagte Stenqvist.

Oberleitung ist eine Lösung

Helfen könnten auch Oberleitungen auf einigen Autobahnen. Auf zwei Autobahn-Abschnitten in Deutschland werden ab Anfang 2019 Elektro-Lastwagen mit Strom aus einer Oberleitung fahren. Für den Test wurden zwei je sechs Kilometer lange Strecken auf der A1 bei Lübeck und auf der A5 zwischen Darmstadt und dem Frankfurter Flughafen ausgewählt.

Ziel des Versuchs ist es, den mehr werdenden Güterverkehr klimaverträglich zu gestalten, so das Bundesumweltministerium. Nach Einschätzung des Ministeriums eignen sich rund 5.000 der insgesamt 13.000 Autobahnkilometer in Deutschland für Verkehr mit Elektro-Lkw.

Quelle: motor-talk.de

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