Viele Lkw besitzen elektronische Notbremsassistenten, der den Fahrer bzw. die Fahrerin unterstützen soll. Dieser soll einschreiten, falls man zu nah auf ein Hindernis auffährt oder sich einem Stauende nähert.

Die Polizei Nordrhein-Westfalen Dortmund hat einen sehr interessanten Aufruf veröffentlicht. Sie richtet sich an alle Straßenverkehrsteilnehmer, besonders an Pkw-Fahrer und Fahrerinnen. Sie appellieren mit größerem Abstand die Fahrspur zu wechseln und nicht zu dicht vor einem Lkw einzuscheren. Auch ausreichend Abstand beim Auffahren auf die Autobahn sollte eingehalten werden.

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Notbremsassistent für Lkw ist Pflicht

Der Notbremsassistent wurde zu einer Pflichtausstattung. Das gilt für alle Lkw, die ab 2015 zugelassen wurden und mehr als 8 t wiegen. Viele der Berufskraftfahrer empfinden diesen als nervig und wollen ihn deshalb abschalten.

Nicht alle Straßenverkehrsteilnehmer, halten sich an den erforderlichen Mindestabstand. Scheren diese beispielsweise nach einem Überholvorgang zu dicht vor einem Lkw ein, könnte sich der Notbremsassistent aktivieren und das Fahrzeug abbremsen. Das abrupte Abbremsen kann dann zu einer gefährlichen Situation führen für einen eventuell unaufmerksamen Hintermann, der ggf. keinen Notbremsassistenten in seinem Fahrzeug verbaut hat. So kann es zu einem tödlichen Auffahrunfall kommen, wie z.B. letzten Monat.

Ein Abschalten dieses Assistenten ist keine Lösung

Aber in der Praxis halten viele keinen ausreichenden Sicherheitsabstand ein und achten nicht beim Fahrstreifenwechsel/Auffahren auf die Autobahn auf einen ausreichenden Abstand vor dem Lkw. Deshalb ziehen es viele Lkw-Fahrer vor, ihre Notbremse vorübergehend auszuschalten.

Wir alle sollten unseren Beitrag leisten, dass erst gar nicht darüber nachgedacht wird, diesen wichtigen Helfer abzuschalten. Fahren Sie vorausschauend und nehmen Sie Rücksicht! Überlegen Sie vorher, wo Sie sich einordnen, so die Polizei in ihrem Aufruf.

Den vollständigen Artikel der Dortmunder Polizei finden Sie hier.

Falls Sie mehr zum Thema Auffahrunfälle und den aktuellen Statistiken erfahren möchten, können Sie diese in unserem Artikel hier nachlesen.

Foto: Trans.info/Polizei Dortmund

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