Der Bau der neuen Linzer Donaubrücke hat begonnen. Die Spitzen aus Bund, Land Oberösterreich, Stadt Linz und ASFINAG haben dafür Ende Februar den symbolischen ersten Bau-Anker in die Felswand am südlichen Donauufer gesetzt. An solchen Ankern werden später die Stahlseile, die die pfeilerlose Brücke tragen, festgemacht.

Die Brücke selbst, deren große Stahl-Bauteile per Schiff angeliefert werden, soll schon Ende 2020 fertig sein. Ende 2023 wird sie auch für den Verkehr freigegeben. Dann sind auch sämtliche Tunnelauf- und Abfahrten zur B 127 Rohrbacher und B 129 Eferdinger Straße fertig. Die Investitionssumme für die Brücke und die zwei Anschlussstellen auf beiden Donauufern beträgt rund 240 Millionen Euro. Zehn Prozent davon übernimmt das Land Oberösterreich, fünf Prozent die Stadt Linz.

Architektonisches Wahrzeichen von Linz

Die markante, rund 300 Meter lange Hängebrücke wird ein weiteres architektonisches Wahrzeichen von Linz. Als erster Teilabschnitt der A 26 wird sie bereits eine große Entlastung für das Linzer Straßennetz und Erleichterung für täglich tausende Pendlerinnen und Pendler bringen. Ab 2023 zieht sie 20.000 Autos pro Tag von der Nibelungenbrücke ab.Die ersten Arbeiten passieren weitgehend uneinsehbar von den Einfahrtstraßen westlich von Linz: Hoch über den Donauufern entstehen jetzt die zwei sogenannten Ankerblöcke – im Februar im Bereich Windflach (Urfahraner Seite), nachfolgend beim Freinbergpark (Linzer Seite). In ihnen werden die riesigen Stahlseile, die die Brücke tragen werden, bis zu 70 Meter tief im Fels verankert.

Das ist die neue Linzer Donaubrücke

Die Hängebrücke ist 306 Meter lang und etwa 25 Meter breit. Sie besteht aus einem sogenannten Tragwerk für beide Richtungsfahrbahnen – ist also „aus einem Guss“. Die zwei horizontalen Hauptseile über die Donau, die das Brückengewicht von 13.000 Tonnen tragen, sind 500 Meter lang und wiegen jeweils 85 Tonnen. Jedes Hauptseil besteht wiederum aus einem Bündel von zwölf einzelnen Seilen. Die kleineren Hängeseile, die die Tragseile mit der Fahrbahn verbinden, haben zueinander einen Abstand von 15 Metern.

Ausblick Bauablauf und Verkehrsfreigaben A 26

Nachdem alle behördlichen Probeläufe und Freigaben erledigt und Kreuzungsbereiche mit Ampeln und Wegweisern ausgestattet sind, wird die Brücke Ende 2023 mit den Anschlüssen zur B 127 und B 129 freigegeben. Zunächst wird in jede Richtung eine Fahrspur über die Donau befahrbar sein, denn die Brücke dient gleichzeitig auch Baufahrzeugen und Maschinen für den Vortrieb des Tunnels durch den Freinberg (Bauabschnitt 2 von 2024 bis 2028) als weitere Verbindung bis zum Bahnhof.

Bis 2031 wird auch der letzte Abschnitt fertig gestellt: Der Neubau der Westbrücke (Bauabschnitt 3) über die Gleise der Westbahn als leistungsfähige Verbindung zur A 7 (Knoten Hummelhof).

Auswirkungen der Arbeiten auf den Verkehr

Damit genug Platz für die Brückenbauarbeiten und spätere Materiallieferungen per Schiff ist, werden die Fahrspuren der B129 Eferdinger Bundesstraße ab März 2019 geringfügig zum Hang verschwenkt. Es gilt dann Tempolimit 30 km/h. Auf der B127 Rohrbacher Straße wird die bestehende Verengung der Fahrspuren (Stadteinfahrt Rudolfstraße) ab Juni 2019 um rund 500 Meter nach Westen verlegt.

Für weitere Arbeiten – darunter Sprengungen – kommt es außerhalb der Stoßzeiten aus Sicherheitsgründen zu kurzen Verkehrsanhaltungen von zehn bis 15 Minuten. Das gilt für beide Straßen von Ende Februar bis November 2019. Gesprengt wird in der Regel zweimal pro Woche vormittags um 10.10 Uhr.

Foto: ASFINAG

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