Statistisches Bundesamt: Exporte im Juni 2021: +1,3 % zum Mai 2021

Im Juni 2021 sind die Exporte in Deutschland gegenüber Mai 2021 kalender- und saisonbereinigt um 1,3 % und die Importe um 0,6 % gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand vorläufiger Ergebnisse weiter mitteilt, lagen die Exporte kalender- und saisonbereinigt 1,1 % und die Importe sogar 10,0 % höher als im Februar 2020, dem Monat vor dem Beginn der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie in Deutschland.

Statistisches Bundesamt: Exporte im Juni 2021: +1,3 % zum Mai 2021

Exporte, Juni 2021
118,7 Milliarden Euro
+1,3 % zum Vormonat (kalender- und saisonbereinigt)
+23,6 % zum Vorjahresmonat

Importe, Juni 2021
102,4 Milliarden Euro
+0,6 % zum Vormonat (kalender- und saisonbereinigt)
+27,0 % zum Vorjahresmonat

Außenhandelsbilanz, Juni 2021:
16,3 Milliarden Euro
13,6 Milliarden Euro (kalender- und saisonbereinigt)

Leistungsbilanz nach Berechnungen der Deutschen Bundesbank, Juni 2021
22,5 Milliarden Euro

Im Juni 2021 wurden von Deutschland Waren im Wert von 118,7 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 102,4 Milliarden Euro importiert. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Juni 2020 stiegen die Exporte im Juni 2021 um 23,6 % und die Importe um 27,0 %.

Die Außenhandelsbilanz schloss im Juni 2021 mit einem Überschuss von 16,3 Milliarden Euro ab. Im Juni 2020 hatte der Saldo in der Außenhandelsbilanz 15,4 Milliarden Euro betragen. Kalender- und saisonbereinigt lag der Überschuss der Außenhandelsbilanz im Juni 2021 bei 13,6 Milliarden Euro.

Die Leistungsbilanz schloss unter Berücksichtigung der Salden für Warenhandel (+16,2 Milliarden Euro), Dienstleistungen (+0,5 Milliarden Euro), Primäreinkommen (+8,6 Milliarden Euro) und Sekundäreinkommen (-2,9 Milliarden Euro) im Juni 2021 mit einem Überschuss von 22,5 Milliarden Euro ab. Im Juni 2020 hatte die Leistungsbilanz einen Aktivsaldo von 20,3 Milliarden Euro ausgewiesen.

Außenhandel mit EU-Staaten

In die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) wurden im Juni 2021 Waren im Wert von 64,5 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 54,9 Milliarden Euro von dort importiert. Gegenüber Juni 2020 stiegen die Exporte in die EU-Staaten um 26,1 % und die Importe aus diesen Staaten um 22,1 %. In die Staaten der Eurozone wurden im Juni 2021 Waren im Wert von 45,0 Milliarden Euro (+24,9 %) exportiert und Waren im Wert von 37,9 Milliarden Euro (+22,5 %) aus diesen Staaten importiert. In die EU-Staaten, die nicht der Eurozone angehören, wurden im Juni 2021 Waren im Wert von 19,5 Milliarden Euro (+29,0 %) exportiert und Waren im Wert von 17,0 Milliarden Euro (+21,3 %) von dort importiert.

Außenhandel mit Nicht-EU-Staaten

In die Staaten außerhalb der Europäischen Union (Drittstaaten) wurden im Juni 2021 Waren im Wert von 54,1 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 47,5 Milliarden Euro aus diesen Staaten importiert. Gegenüber Juni 2020 nahmen die Exporte in die Drittstaaten um 20,7 % und die Importe von dort um 33,0 % zu.

Außenhandel mit dem Vereinigten Königreich

Die Exporte in das Vereinigte Königreich stiegen im Juni 2021 gegenüber dem Vorjahresmonat um 11,0 % auf 5,5 Milliarden Euro. Die deutschen Importe aus dem Vereinigten Königreich nahmen im gleichen Zeitraum um 11,5 % auf 2,7 Milliarden Euro zu.

Am 1. Januar 2021 trat der zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich ausgehandelte Partnerschaftsvertrag vorläufig in Kraft. Mit dem Austritt aus dem EU-Binnenmarkt und der Zollunion ist der Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU endgültig vollzogen. Weitere Informationen zum Brexit sowie eine Auswahl statistischer Indikatoren, bei denen von einem Einfluss des Brexits auszugehen ist, bietet der „Brexit-Monitor” des Statistischen Bundesamtes.

Außenhandel mit weiteren ausgewählten Staaten

Im Juni 2021 stiegen die Exporte in die Volksrepublik China gegenüber Juni 2020 um 16,0 % auf 9,5 Milliarden Euro. Die Exporte in die Vereinigten Staaten stiegen um 39,8 % auf 10,3 Milliarden Euro.

Die meisten Importe kamen im Juni 2021 aus der Volksrepublik China nach Deutschland. Von dort wurden Waren im Wert von 10,9 Milliarden Euro eingeführt (+11,1 % zum Vorjahresmonat). Die Importe aus den Vereinigten Staaten stiegen im Juni 2021 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 56,0 % auf einen Wert von 6,9 Milliarden Euro.


Methodische Hinweise:
In allen Meldungen zu Konjunkturindikatoren sind die unterschiedlichen Vergleichszeiträume zu beachten. Im Fokus der Konjunkturbeobachtung steht der Vergleich zum Vormonat/Vorquartal. Hieraus lässt sich die kurzfristige konjunkturelle Entwicklung ablesen. Der Vorjahresvergleich dient einem längerfristigen Niveauvergleich und ist von saisonalen Schwankungen unabhängig. In der aktuellen Corona-Krise kann es durch die zeitweisen starken Rückgänge und Anstiege zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen im Vormonats-/Vorquartalsvergleich und Vorjahresvergleich kommen. Um einen direkten Vergleich zum Vorkrisenniveau zu ermöglichen, wird bis auf Weiteres in allen Pressemitteilungen zu Konjunkturindikatoren, die saisonbereinigt vorliegen, ein Vergleich zum Februar 2020 beziehungsweise zum 4. Quartal 2019 dargestellt.


Grenzüberschreitende Transaktionen
Milliarden Euro

Ländergruppen

Außenhandel (Spezialhandel)
Ausfuhr und Einfuhr
Originalwerte/kalender- und saisonbereinigte Werte 1

Erste vorläufige Detailergebnisse nach Ursprungs-/Bestimmungsländern und nach Kapiteln des Warenverzeichnisses für die Außenhandelsstatistik sind auf der Themenseite „Außenhandel“ im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes verfügbar.

Krisenmonitor ermöglicht Vergleich zwischen Corona-Krise und Finanz- und Wirtschaftskrise
Die Außenhandelsstatistik ist auch Teil des „Krisenmonitors” (www.destatis.de/krisenmonitor), mit dem das Statistische Bundesamt die Entwicklung wichtiger Konjunkturindikatoren in der Corona-Krise und in der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009 gegenüberstellt. Der Krisenmonitor ergänzt die Sonderseite „Corona-Statistiken” (www.destatis.de/corona), die statistische Informationen zu den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie bündelt.

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