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Foto: Pixabay/StockSnap

China überholt die USA. Deutschlands wichtigster Handelspartner wechselt erneut

Lesezeit 4 Min.

2025 verschieben sich die Gewichte im deutschen Außenhandel deutlich: China zieht wieder an den USA vorbei und wird wichtigster Handelspartner. Doch während die Importe aus der Volksrepublik stark steigen, brechen deutsche Exporte in beide Richtungen ein, besonders in die Vereinigten Staaten.

Dieser Text wurde vollständig von einem Redakteur verfasst – basierend auf fachlichem Wissen, journalistischer Erfahrung und sorgfältiger Recherche. Künstliche Intelligenz kam dabei nicht zum Einsatz.
China ist 2025 wieder Deutschlands wichtigster Handelspartner. Mit einem Außenhandelsvolumen – also der Summe aus Exporten und Importen – von 251,8 Milliarden Euro liegt die Volksrepublik vor den Vereinigten Staaten, die auf 240,5 Milliarden Euro kommen. Das teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am 20. Februar mit.

2024 hatten die USA noch auf Platz eins gelegen. Nun kehrt Deutschland zu einer Konstellation zurück, die bereits von 2016 bis 2023 bestand.

Auf Rang drei folgen die Niederlande mit einem Handelsvolumen von 209,1 Milliarden Euro.

Warum es zum Partnerwechsel kam

Der Wechsel an der Spitze ist keine bloße statistische Verschiebung, er ist das Ergebnis klarer Handelsbewegungen.

1. Deutlich steigende Importe aus China

Deutschland importierte 2025 Waren im Wert von 170,6 Milliarden Euro aus China, ein Anstieg von 8,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dem standen Exporte nach China im Wert von 81,3 Milliarden Euro gegenüber, die um 9,7 Prozent sanken.

Der deutsche Importüberschuss gegenüber China wuchs damit deutlich, von 66,9 Milliarden Euro im Jahr 2024 auf 89,3 Milliarden Euro im Jahr 2025.

Die wichtigsten Importgüter aus China waren:

  • Datenverarbeitungsgeräte sowie elektrische und optische Erzeugnisse (50,9 Mrd. Euro; +4,9 %)
  • elektrische Ausrüstungen (32,8 Mrd. Euro; +14,8 %)
  • Maschinen (13,9 Mrd. Euro; +11,6 %)

China baut damit seine Rolle als zentrales Lieferland weiter aus.

2. Schrumpfender Handel mit den USA

Parallel dazu ging der gesamte Warenverkehr mit den Vereinigten Staaten um 5,0 Prozent zurück. Die deutschen Exporte in die USA sanken um 9,4 Prozent auf 146,2 Milliarden Euro. Besonders stark betroffen war der Automobilsektor: Die Ausfuhren von Kraftwagen und Kraftwagenteilen gingen um 17,8 Prozent auf 28,5 Milliarden Euro zurück.

Die US-Importe nach Deutschland stiegen hingegen leicht auf 94,3 Milliarden Euro (+2,7 %).

Der deutsche Exportüberschuss gegenüber den USA verringerte sich damit spürbar, von 69,6 Milliarden Euro auf 51,9 Milliarden Euro. Der Rückgang im transatlantischen Handel war damit ein zentraler Faktor für den Rangwechsel.

USA bleiben wichtigster Absatzmarkt – Frankreich und Niederlande folgen

Trotz des Partnerwechsels bleiben die Vereinigten Staaten das wichtigste Empfängerland deutscher Exporte. 2025 wurden Waren im Wert von 146,2 Milliarden Euro dorthin geliefert, ein Rückgang von 9,4 Prozent. Den größten Anteil hatten Kraftwagen und Kraftwagenteile mit 28,5 Milliarden Euro (-17,8 %), gefolgt von pharmazeutischen Erzeugnissen mit 28,0 Milliarden Euro (+0,5 %).

Auf Rang zwei der wichtigsten Exportmärkte lag Frankreich mit 117,4 Milliarden Euro (+2,0 %), auf Rang drei die Niederlande mit 112,5 Milliarden Euro (+2,9 %).

Außenhandelsüberschuss schrumpft deutlich

Insgesamt exportierte Deutschland 2025 Waren im Wert von 1.563,0 Milliarden Euro (+0,9 %), während die Importe stärker auf 1.362,5 Milliarden Euro (+4,3 %) stiegen.

Der Außenhandelsüberschuss sank damit von 242,9 Milliarden Euro im Jahr 2024 auf 200,5 Milliarden Euro – ein Rückgang um 42,4 Milliarden Euro.

Der Trend zeigt: Die deutsche Wirtschaft verliert an Exportdynamik, während die Importabhängigkeit wächst.

Was das für Transport und Logistik bedeutet

Für die Logistik- und Hafenwirtschaft ergeben sich daraus mehrere Konsequenzen:

  • Asien-Verkehre bleiben volumenstark, vor allem auf der Importseite.
  • Transatlantische Exporte verlieren an Dynamik, insbesondere im Automotive-Segment.
  • Die Struktur der Warenströme verschiebt sich zugunsten importgetriebener Containerverkehre.

Der erneute Führungswechsel zwischen China und den USA ist damit mehr als ein symbolischer Akt. Er spiegelt eine strukturelle Verschiebung im globalen Handel wider, mit wachsenden Importströmen aus Asien und einer schwächeren Exportentwicklung in zentrale Absatzmärkte.

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