Waberer’s International hat seinen Finanzbericht für das vierte Quartal und das gesamte Jahr 2024 veröffentlicht. Daraus geht hervor, dass das Unternehmen in diesem Jahr einen Gesamtumsatz von 757,5 Millionen Euro erwirtschaftet hat. Dies entspricht einem Anstieg von 6,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der konsolidierte Betriebsgewinn (EBIT) des ungarischen Betreibers stieg um 5,2 Prozent auf einen Rekordwert von 45 Millionen Euro. Das Unternehmen erwirtschaftete einen Nettogewinn von 25,4 Millionen Euro (ohne Berücksichtigung nicht zahlungswirksamer Währungseffekte), was einem um 10 Prozent besseren Ergebnis als im Jahr 2023 entspricht. Der Gewinn des Segments International Freight Services (ITS) sank jedoch drastisch um 82 Prozent auf nur noch 1,6 Millionen Euro.
Der Rückgang im Speditionsbereich ist in erster Linie auf die sich verschlechternde Leistung der polnischen Tochtergesellschaft (LINK) zurückzuführen. Als Reaktion auf die schlechte Leistung hat Waberer’s sein Geschäftsmodell in der zweiten Jahreshälfte 2024 umstrukturiert, die eigene Flotte verkleinert und den Anteil von Subunternehmern am Transportgeschäft erhöht.
Die Umsätze im internationalen Frachtgeschäft stiegen im Vergleich zum Vorjahr leicht um 1,2 Prozent auf 442,4 Millionen Euro. Während die Einnahmen aus dem Transport unserer eigenen Flotte um 9 Prozent zurückgingen, stiegen die von Subunternehmern erbrachten Speditionsleistungen um 21,8 Prozent und trugen zum Ausgleich des Segments bei.
Im Zuge der Anpassung des Geschäftsmodells hat Waberer’s die durchschnittliche Anzahl der im Einsatz befindlichen LKWs auf 2.847 reduziert (im Jahr 2023 waren es 2.891). Auch die Zahl der Fahrer sank um 217 auf 3.464 im Jahr 2024. Die Gesamtbelegschaft des Unternehmens blieb dagegen mit durchschnittlich 6.048 Beschäftigten stabil (2023: 6.044 Beschäftigte).
Die Leistung der ungarischen Aktivitäten hat sich etwas verbessert, wobei das kürzlich erworbene Schienenlogistikunternehmen PSP Group einen positiven Beitrag zum Betriebsergebnis (EBIT) in Höhe von 1,6 Mio. Euro leistete.
Kontrakt-Logistik im Aufwind
Der Bereich Regionale Kontraktlogistik verzeichnete unterdessen ein ausgezeichnetes Jahr. Der Umsatz in diesem Bereich stieg um 20 Prozent und das EBIT um 25 Prozent auf 19,2 Millionen Euro. Der Anstieg ist vor allem auf die Ausweitung der Abfalltransporte und neue interne Logistikkunden zurückzuführen. Allein im vierten Quartal erzielte RCL einen Betriebsgewinn (EBIT) von 3,9 Millionen Euro, mehr als doppelt so viel wie im vierten Quartal 2023. Die von Waberer zur Verfügung gestellte Lagerfläche stieg im Vergleich zum Vorjahr um 6,6 Prozent auf über 244.000 Quadratmeter.
Versicherung mit starkem Gewinn
Der ungarische Betreiber ist auch im Versicherungsgeschäft tätig, das mit 24,2 Millionen Euro ebenfalls sein bisher bestes Jahres-EBIT verzeichnete. Dies entspricht einer Steigerung von 30,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Obwohl sich die Übernahme der Versicherungsgesellschaften der Magyar Posta im vierten Quartal bereits in der Bilanz niedergeschlagen hat, hat sie sich noch nicht auf die Gewinn- und Verlustrechnung 2024 ausgewirkt.
Während das wirtschaftliche Umfeld das ganze Jahr über sowohl in Europa als auch in Ungarn Anzeichen einer Stagnation aufwies, konnte die Waberer’s Gruppe dank ihrer Wachstumsstrategie und einer angemessenen Diversifizierung ihrer Aktivitäten sowohl bei den Einnahmen als auch bei der Rentabilität weiter zulegen“, so Zsolt Barna, Präsident und CEO von Waberer’s International.
Insgesamt steigerte das Unternehmen das konsolidierte Betriebsergebnis um 5,2 Prozent auf 45 Millionen Euro und den Umsatz um 6,5 Prozent auf 757,5 Millionen Euro. Im Laufe des Jahres tätigte Waberer’s mehrere strategische Akquisitionen, darunter das serbische Unternehmen MDI, das Schienenlogistikunternehmen PSP Group, die Magyar Posta Insurance und das Straßenpersonenverkehrsunternehmen Pannonbusz.