Beim Logistikkonzern DSV kommt es zu einem Wechsel an der Spitze des Road-Geschäfts in der DACH-Region. Henrik Fritz Poulsen übernimmt die Position des Senior Vice President Road DACH und folgt damit auf Ralf Többe, der das Unternehmen verlässt.
Wie DSV mitteilt, fällt der Schritt in eine Phase, in der die Integration der Schenker-Aktivitäten im Straßengüterverkehr weitgehend abgeschlossen ist.
Integration beendet, jetzt beginnt die operative Phase
In den vergangenen Monaten stand vor allem die Zusammenführung der Road-Netzwerke von DSV und Schenker im Mittelpunkt. Laut Unternehmensangaben wurde diese erste Phase planmäßig abgeschlossen.
Konkret seien zwei große Stückgutnetzwerke zu einer gemeinsamen Plattform zusammengeführt worden. Das war die strukturelle Grundlage – jetzt geht es um das, was im Alltag zählt: Auslastung, Kosten und funktionierende Prozesse.
DSV selbst spricht davon, dass nun „Konsolidierung, operative Optimierung und die Umsetzung von Synergien“ im Fokus stehen.
Neuer Chef aus den eigenen Reihen
Mit Poulsen setzt der Konzern auf einen internen Kandidaten. Er kommt aus der Position des Managing Director von DSV Road Denmark und kennt die Strukturen entsprechend gut.
„Mit dem Eintritt in die nächste Phase freue ich mich, Fritz Poulsen begrüßen zu dürfen“, erklärt Europa-Chef Magnus Malmqvist laut Mitteilung.
Er sieht ihn aufgrund seiner Erfahrung als geeignet, die nächste Entwicklungsphase zu steuern.
Poulsen selbst formuliert das Ziel klar wirtschaftlich: Man wolle das Wachstum im „wichtigsten Markt“ weiter vorantreiben und die Kunden bestmöglich unterstützen.
Többe geht nach Integrationsprojekt
Ralf Többe hatte die deutsche Organisation durch die Integrationsphase geführt. Diese Aufgabe ist nun abgeschlossen – entsprechend endet auch seine Rolle im Unternehmen.
Seitens DSV wird sein Beitrag deutlich hervorgehoben. Er habe eine „entscheidende Rolle“ bei der Zusammenführung gespielt und eine Grundlage für die weitere Entwicklung geschaffen, heißt es.
Többe selbst spricht rückblickend von einem außergewöhnlichen Projekt und verweist auf die Dimension der Integration.
Deutschland im Fokus – aber unter Druck
Dass DSV gerade jetzt die Führung neu aufstellt, ist kein Zufall. Deutschland ist einer der zentralen Märkte im europäischen Landverkehr – gleichzeitig aber auch einer der anspruchsvollsten.
Der Wettbewerb ist hoch, die Margen stehen unter Druck und viele Transportunternehmen kämpfen aktuell mit Kostensteigerungen und schwacher Nachfrage.
Vor diesem Hintergrund entscheidet sich in der kommenden Phase weniger auf dem Papier – sondern im operativen Alltag: ob Netzwerke funktionieren, ob Prozesse greifen und ob sich die erwarteten Synergien tatsächlich realisieren lassen.









