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Straßenlogistik sorgt für schnelle Erfolge: DSV beschleunigt Schenker-Integration bis 2026

Lesezeit 5 Min.

Der dänische Logistikriese investiert 1,5 Mrd. Euro in den Abschluss der Fusion mit DB Schenker, zwei Jahre früher als geplant. Dabei haben sich die Erträge im Straßentransport im vierten Quartal mehr als verdreifacht, da das kombinierte Netzwerk in Europa zunehmend Dichtevorteile liefert.

Dieser Text wurde vollständig von einem Redakteur verfasst – basierend auf fachlichem Wissen, journalistischer Erfahrung und sorgfältiger Recherche. Künstliche Intelligenz kam dabei nicht zum Einsatz.

DSV hat die Integration von DB Schenker in die eigenen Abläufe mit einem klaren Preisschild versehen. Laut dem Geschäftsbericht 2025 des Konzerns werden die mit der Übernahme verbundenen Transaktions- und Integrationskosten voraussichtlich rund 11 Mrd. DKK (1,5 Mrd. Euro) betragen, wobei der Großteil der Ausgaben auf 2025 und 2026 entfällt.

Die Zahlen zeigen, dass die Integration schneller voranschreitet als ursprünglich geplant, allerdings zu höheren kurzfristigen Kosten.

Allein 2025 verbuchte DSV 4,53 Mrd. DKK an Transaktions- und Integrationskosten unter den Sondereffekten, mehr als das Fünffache des Vorjahreswerts. Diese Kosten schmälerten den ausgewiesenen Gewinn, obwohl sich das operative Ergebnis verbesserte.

Das Unternehmen erklärt den Anstieg mit dem beschleunigten Integrationstempo nach Abschluss der Schenker-Transaktion. Around 30% of the integration was completed during 2025, prompting DSV to bring forward work and costs that had initially been expected to stretch over a longer period.

DSV rechnet nun damit, die Integration bis Ende 2026 abzuschließen – statt 2028. Allein für das kommende Jahr prognostiziert der Konzern rund 6,5 Mrd. DKK an weiteren Sondereffekten im Zusammenhang mit der Transaktion, womit sich die gesamte Integrationsrechnung auf das zuvor angekündigte Niveau von rund 11 Mrd. DKK beläuft.

Kennzahlen aus DSVs Geschäftsbericht 2025 zur Integration von DB Schenker.

Kennzahlen aus DSVs Geschäftsbericht 2025 zur Integration von DB Schenker.

Was die Integrationskosten tatsächlich abdecken

Die Summe von 1,5 Mrd. € bezieht sich nicht auf den Kaufpreis für DB Schenker. Stattdessen spiegelt sie die Kosten für das Zusammenführen zweier großer globaler Logistikorganisationen wider.

Laut DSV umfassen die Transaktions- und Integrationskosten:

  • Restrukturierungs- und Reorganisationsmaßnahmen
  • Integration von IT-Systemen und Prozessen
  • Konsolidierung von Netzwerken und Standorten
  • weitere einmalige Aufwendungen, die direkt mit der Fusion verbunden sind

Diese Kosten werden separat als Sondereffekte ausgewiesen und dürften bis zum Abschluss der Integration anfallen.

Straßenlogistik entwickelt sich zu einem zentralen Ergebnistreiber

Während die Integrationskosten den ausgewiesenen Gewinn belasten, ist der operative Beitrag von Schenker bereits erkennbar,  insbesondere im Straßentransport.

Im vierten Quartal 2025 stieg das EBIT vor Sondereffekten in DSVs Road-Division auf 1,01 Mrd. DKK, verglichen mit 311 Mio. DKK im gleichen Zeitraum des Vorjahres. DSV führt diese Verbesserung ausdrücklich auf den Beitrag von Schenker zurück, zusammen mit einer Stabilisierung der europäischen Märkte und einem anhaltenden Fokus auf Kosteneffizienz.

Ein ähnliches Muster zeigt sich in der Kontraktlogistik, wo das EBIT vor Sondereffekten im vierten Quartal 2025 auf 1,51 Mrd. DKK stieg, nach 531 Mio. DKK ein Jahr zuvor. DSV bringt diese Verbesserung mit der Schenker-Integration, der Konsolidierung von Lagerstandorten und einer höheren Kapazitätsauslastung in Verbindung.

Höheres Ergebnis, niedrigerer Gewinn

Auf Konzernebene wies DSV für 2025 einen Umsatz von 247,3 Mrd. DKK aus, nach 167,1 Mrd. DKK im Jahr 2024 -, während das EBIT vor Sondereffekten auf 19,6 Mrd. DKK stieg. Der Gewinn für den Zeitraum sank jedoch auf 8,46 Mrd. DKK, verglichen mit 10,18 Mrd. DKK ein Jahr zuvor. Das Unternehmen macht deutlich, dass der Rückgang weitgehend auf höhere Sondereffekte im Zusammenhang mit der Schenker-Integration zurückzuführen ist. Dieses Muster dürfte sich 2026 fortsetzen, wenn der Großteil der verbleibenden Integrationskosten erfasst wird.

DSV hält weiterhin an dem Ziel jährlicher Synergien von rund 9 Mrd. DKK aus der Schenker-Übernahme fest; die volle finanzielle Wirkung wird ab 2027 erwartet. Für 2026 rechnet das Unternehmen mit einem zusätzlichen Synergieeffekt von mindestens 4 Mrd. DKK,  zusätzlich zu den 800 Mio. DKK, die bereits 2025 realisiert wurden. Auf dieser Basis prognostiziert DSV für das laufende Jahr ein EBIT vor Sondereffekten von 23–25,5 Mrd. DKK.

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