Entwicklung des Fachkräftemangels in der Speditionsbranche

Entwicklung des Fachkräftemangels in der Speditionsbranche

Der Mangel an Fachkräften ist nahezu überall präsent und so gut wie jede Branche ist davon betroffen. Einige spüren diesen Mangel kaum, andere wiederum, wie beispielsweise die Logistikbranche, leiden sehr unter dem Fachkräftemangel. Die Ursachen für diesen Mangel an Fachkräften in der Logistikbranche sind vielseitig und die weitere Entwicklung hängt von mehreren Faktoren ab.

Ursachen für den Mangel

Als eine der Hauptursachen gelten vor allem die zum Teil langen und unflexiblen Arbeitszeiten. Besonders LKW-Fahrer, die im Fernverkehr unterwegs sind, sind eine lange Zeit von der Familie getrennt, schlafen auf Rastplätzen und sind nur selten über einen längeren Zeitraum zu Hause. Dies ist beispielsweise auch ein Grund dafür, warum relativ wenige Frauen diesen Job machen möchten, denn er ist so gut wie nicht mit einer Familie und Kindern vereinbar.

Ein weiterer Grund für den Fachkräftemangel in der Logistikbranche ist das nicht besonders attraktive Gehalt. Immer mehr ausgebildete Fachkräfte zweifeln daran, dass die Entlohnung im Verhältnis zum Aufwand dieses Jobs angemessen ist. Dies gilt nicht nur für LKW-Fahrer, sondern auch für Angestellte anderer Arbeitsbereiche in der Logistik, wie zum Beispiel Mitarbeiter in der Lagerlogistik, Speditionskaufleute, und weitere. Auch hier entspricht das Gehalt in der Regel nicht der oft körperlich schweren, anstrengenden Arbeit und den unschönen Arbeitszeiten. professional-warehouse-worker-sitting-vehicle-while-carrying-packages-with-it

Eine weitere Ursache für den fehlenden Nachwuchs ist eine gewisse Unsicherheit darüber, was Digitalisierung und technischer Fortschritt in Zukunft für die Branche bedeuten werden. Die Frage geht dahin, welche Jobs weiterhin gebraucht werden und welche durch den Fortschritt entfallen werden.

Wie wird sich der Fachkräftemangel in Zukunft entwickeln?

Eine genaue Zukunftsprognose abzugeben ist schwierig. Allerdings lassen die derzeitigen Zahlen vermuten, dass sich der Mangel an Fachkräften in der Logistikbranche noch weiter verschärfen wird. Diverse Statistiken zeigen, dass der Anteil an Berufskraftfahrern, die über 55 Jahre alt sind und mit schnellen Schritten auf ihr Rentenalter zugehen, im Vergleich zu dem an jungen Angestellten oder Auszubildenden weit überwiegt. Dies bedeutet, dass in den kommenden Jahren deutlich mehr Berufskraftfahrer in Rente gehen werden als junges Personal nachrückt. Das weckt schlimme Befürchtungen, denn bereits jetzt mangelt es an Fachkräften und wenn zukünftig noch mehr Stellen unbesetzt bleiben, werden die Unternehmen vor große, teilweise sogar unlösbare Aufgaben gestellt werden.

Gleiches gilt für die Lagerlogistik und andere Arbeitsbereiche in der Branche. Auch wenn Bürostellen hinsichtlich der Besetzung mit ausreichend Personal etwas besser dastehen als die Tätigkeiten, bei denen körperliche Höchstleistungen erbracht werden, sehen viele Nachwuchskräfte darin keine Zukunft. Das liegt in erster Linie an den geringen Löhnen und Gehältern im Vergleich zur harten Arbeit, aber auch an mangelnder Zukunftsperspektive. Niemand ist mehr sicher, welche Arbeitsstellen künftig durch die technischen Entwicklungen wegfallen werden und welche erhalten bleiben. Das hält viele Nachwuchskräfte davon ab, diese Berufe zu erlernen, was bedeutet, dass in Zukunft deutlich mehr Stellen unbesetzt bleiben werden. Denn eines ist sicher: Die Technologie wird nicht alle Arbeitskräfte ersetzen können und viele Stellen müssen weiterhin von Fachkräften besetzt werden.

choosing-vacancyDie Prognosen bezüglich der Entwicklung des Fachkräftemangels in der Logistikbranche sind nicht sehr zuversichtlich. Als kurzfristige Lösung bleibt der Branche zukünftig nur, auf Quereinsteiger zu setzen, wenn sie sich mit einem unzureichenden Angebot an Fachpersonal am Arbeitsmarkt konfrontiert sieht.


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Foto: Trans.INFO

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