Im Rahmen des Projekts „KI-basierte Produktionsplanung und -steuerung” arbeiten IPA-Forscher zusammen mit der Porsche AG an smarten Lösungen für die Fertigung, um die Auftragsabwicklung des Automobilherstellers zu optimieren.

Forscher des IPA analysieren zusammen mit der Porsche AG die komplette Kundenauftragssteuerung des Automobilherstellers.

Das Ziel ist es, durch einen interdisziplinären Ansatz Probleme aufzudecken, Lösungen zu suchen und dann KI-gestützte Werkzeuge zu entwickeln, die alle Schritte von den Planungsprozessen bis zur Auslieferung der Fahrzeuge an die Kunden abdecken, erklärt der IPA-Forscher und Projektleiter Dr. Hans-Hermann Wiendahl.

Mit Hilfe eines sogenannten Konfigurationsgenerator werden Auftragsdaten der Vergangenheit analysiert, um künftige Kundenbedarfe vorauszusehen. Die Entwicklung des Konfigurationsgenerators zur Antizipation von zukünftigen Kundenbedarfen ist nur einer von vielen geplanten Teilschritten. Ein anderer ist die Konzeption und Programmierung einer smarten Software für Matching und Rekalibrierung. Sie erweitert die Flexibilität in der Zuordnung von Kunden- und Händleraufträgen zu bereits generierten Konfigurationsobjekten im Planungsbereich sowie die Ableitung des dafür benötigten Materialbedarfs. So können geänderte Kundenwünsche noch schneller realisiert werden.

In ersten Projekten haben wir Erfahrungen mit dem Einsatz von KI sammeln können. Deshalb haben wir uns entschlossen, KI auch in anderen Bereichen der Kundenauftragssteuerung einzusetzen. Dafür haben wir einen kompetenten Partner gesucht, der sowohl Erfahrung mit Produktionstechnik, als auch mit KI hat, sagt Simon Dürr, Projektleiter bei der Porsche AG.

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Effizientere Auftragsabwicklung

In der ersten Phase des Projekts haben die IPA-Forscher die Auftragsabwicklung, ihr Organisationssystem und die IT-Werkzeuge von Porsche analysiert. Anschließend wurden die geeigneten KI-Algorithmen für die verschiedenen Schritte der Auftragsabwicklung identifiziert und getestet hat, um dann in der dritten und letzten Phase des Projekts die Ergebnisse mit Hilfe von Demonstratoren zu prüfen. Nach erfolgreicher Validierung der Konzepte und Prototypen, sollen diese die Grundlage für die Zukunft der Kundenauftragssteuerung werden.

Ziel ist es, nach Abschluss des Projekts im Jahr 2022, die Stabilität der Produktion zu verbessern und gleichzeitig dem Kunden ein Maximum an Flexibilität und Transparenz zu gewährleisten, sagt Porsche-Projektleiter Dürr.

Foto: Fraunhofer IPA

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