Der italienische Frächterverband Conftrasporto spricht sich gegen Pläne für eine Korridormaut auf der Brennerstrecke in Tirol, Südtirol und Trentino. Das Land Tirol lässt die Kritik italienischer Frächter kalt.

Die Korridormaut soll Anfang März vereinbart werden. Die Mautgebühren für den Brennertransit sollen an andere Alpen-Transitstrecken angepasst werden.

Der Conftrasporto-Präsident Paolo Ugge, warnte vor negativen wirtschaftlichen Folgen der Gebühr. „Niemand bestreitet die Notwendigkeit von Maßnahmen zum Umweltschutz. Diese müssen jedoch vernünftig sein und das Ziel verfolgen, den Gütertransport von der Straße auf die Schiene verlegen. Dabei müssen die wirtschaftlichen Aspekte berücksichtigt werden“, hob Ugge hervor.

„Österreich versucht es wieder einmal, den Lkw-Verkehr am Brenner zu reduzieren. Doch diese Forderung ist unannehmbar, denn sie stellt eine Beschränkung des freien Güterverkehrs in Europa dar“, so Ugge.

Tirol verteidigt Korridormaut

„Große Transporteure, die Transporte als eine Art rollendes Lager sehen, werden mit der Korridormaut sicher keine Freude haben. Wir müssen definitiv nach Alternativen suchen und unnötigen Verkehr vermeiden“, antwortete Tirols Landeshauptmann-Stellvertreterin und Verkehrslandesrätin Ingrid Felipe.

Weitere Blockabfertigungen

Als weitere Maßnahmen zur Lkw-Reduktion nannte Landeshauptmann Günther Platter die Lkw-Blockabfertigungen. „Wir werden diesen Weg im Jahr 2018 fortsetzen“, erklärte er. Zur Verbesserung der Situation plant das Land 20 bis 30 weitere Blockabfertigungen.

Bei einem Brenner-Gipfel am 5. Februar in München wollen die Staaten Deutschland, Österreich und Italien mit der EU-Kommission nach Lösungen für den Transit über den Brenner suchen.

Quelle: orf.at

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