„Die deutsche Wirtschaft startet ohne Schwung ins neue Jahr“, kommentierte ifo-Präsident Clemens Fuest die Ergebnisse des Januar-Index.
Der ifo Geschäftsklimaindex blieb im Januar bei 87,6 Punkten und zeigt damit zum Jahresauftakt 2026 ein verhaltenes Stimmungsbild in der deutschen Wirtschaft. Während die Industrie Anzeichen einer Stabilisierung erkennen lässt, rutscht die Logistikbranche weiter ins Stimmungstief.
Logistik: Auftragslage und Erwartungen rückläufig
Im Dienstleistungssektor, zu dem auch große Teile der Transport- und Logistikwirtschaft gehören, verschlechterte sich das Geschäftsklima im Vergleich zum Vormonat. Die Unternehmen bewerteten sowohl ihre aktuelle Lage als auch die Aussichten für die kommenden Monate skeptischer. Besonders in der Logistik gaben die Unternehmen an, dass sowohl der Auftragsbestand als auch die allgemeine Stimmung nach unten zeigten, wie es aus der ifo-Mitteilung heißt.
Industrie: Zufriedenheit steigt – Auslastung sinkt leicht
Im Verarbeitenden Gewerbe legte der Index im Januar spürbar zu. Die Unternehmen zeigten sich zufriedener mit den laufenden Geschäften, die Erwartungen fielen weniger pessimistisch aus. Damit zeichnet sich eine leichte Stabilisierung ab. Gleichzeitig sank die Kapazitätsauslastung von 78,1 % auf 77,5 % ein Wert, der weiterhin unter dem langfristigen Durchschnitt von 83,2 % liegt.
Handel: Stimmung besser, aber unter dem Schnitt
Im Einzel- und Großhandel stieg der Index deutlich. Unternehmen in beiden Bereichen beurteilten ihre aktuelle Lage positiver und äußerten sich weniger pessimistisch über die kommenden Monate. Trotz der Aufhellung bleibt der Abstand zum langfristigen Mittelwert bestehen.
Bauhauptgewerbe: Bessere Lage, aber schwache Erwartungen
Im Bauhauptgewerbe verbesserte sich die Beurteilung der aktuellen Geschäftslage, während die Erwartungen konstant blieben. Besonders im Hochbau bleibt die Auftragslage angespannt.








