Neue Vision von Jeff Bezos: Amazon soll weltbester Arbeitsplatz werden

Neue Vision von Jeff Bezos: Amazon soll weltbester Arbeitsplatz werden

Seit langem hat Amazon keine gute Presse und wird für die Arbeitsbedingungen der Menschen, die in den Vertriebszentren des Konzerns arbeiten sowie Pakete ausliefern,  heftig kritisiert. Kurz vor seinem Rücktritt scheint Jeff Bezos, dies ändern zu wollen. Seine neueste Vision heißt: Man müsse mehr für die Mitarbeiter tun und weltbester Arbeitsplatz werden.

Gleich nachdem bei Amazon gegen den Gewerkschaftsbeitritt abgestimmt wurde, hat sich Jeff Bezos in einem Brief an die Aktionäre gewandt und festgestellt, dass der Konzern mehr für die Mitarbeiter tun müsse. Dabei handelt es sich sogar um eine große Vision: Amazon soll der beste und sicherste Arbeitsplatz der Welt werden.

Heute ist es aber schwer zu glauben, dass eine solche Umwandlung überhaupt möglich wäre. Besonders wenn man sich an den letzten Skandal erinnert. Noch am Osterwochenende hat doch der Konzern eingeräumt, dass Lieferfahrer unter hohem Zeitdruck im stressigen Arbeitsalltag in Flaschen urinieren. Dies fiel dem Unternehmen nicht leicht.

Die Affäre begann mit einem kritischen Tweet des Abgeordneten Marc Pocan von der demokratischen US-Partei:

Mitarbeitern 15 Dollar Stundenlohn zu zahlen, macht einen nicht zu einem ‚fortschrittlichen Arbeitsplatz’, wenn man gegen Gewerkschaften vorgeht und Beschäftigte in Wasserflaschen urinieren, schrieb er.

Amazon hatte zunächst in überraschend scharfem Ton bei Twitter geantwortet:

Sie glauben nicht wirklich die Sache mit dem Pinkeln in Flaschen? Wenn das wahr wäre, würde niemand für uns arbeiten.

Danach hat Amazon jedoch seinen Fehler verstanden und zeigte sich einsichtig:

Wir entschuldigen uns beim Abgeordneten Pocan“, hieß es wieder auf Twitter. Bei den betroffenen Mitarbeitern entschuldigte sich der Konzern letztendlich nicht.

Stattdessen hat Bezos erklärt, wie er seine neue Vision realisieren und Arbeitsbedingungen der Logistikmitarbeiter verbessern möchte. Unter anderem soll gegen monotone und besonders belastende Pflichten in den Logistikzentren sowie damit verbundene Muskel-Skelett-Erkrankungen vorgegangen werden. Dank entsprechenden Algorithmen würden die Mitarbeiter dann abwechselnd verschiedene und abwechslungsreiche Aufgaben erhalten.

Foto: Amazon

 

 

 

 

 

 

 

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