In der dortigen Investitionszone errichtet MAN ein hochautomatisiertes Werk zur Fertigung von Lkw-Batterien. Die geplante Jahreskapazität liegt bei über 200.000 Einheiten. Für diese Anlage stellt das Unternehmen etwa 3,2 Milliarden PLN (rund 727 Millionen Euro) bereit. Nach Fertigstellung sollen dort etwa 600 Beschäftigte tätig sein.
Kapazitätsausbau des bestehenden Werks
Parallel dazu fließen 2 Milliarden PLN (etwa 455 Millionen Euro) in die Erweiterung des bereits bestehenden Montagewerks in Niepołomice. Dadurch können weitere 400 Arbeitsplätze entstehen. Ergänzend wird im polnischen Starachowice ein sogenanntes Dual-Use-Projekt für Spezialfahrzeuge – mit zivilen wie militärischen Nutzungsmöglichkeiten, im Wert von rund 120 Millionen PLN (ca. 27 Millionen Euro) realisiert. Dieses Projekt schafft zusätzlich 100 Arbeitsplätze.
Strategischer Fokus auf Elektrifizierung und Automatisierung
Die Investitionen sind Teil der langfristigen Transformation von MAN hin zur Elektrifizierung, Digitalisierung und Automatisierung der Produktion. Die neuen Kapazitäten sollen nicht nur die Effizienz steigern, sondern auch die Fertigung von Fahrzeugen ermöglichen, die künftigen Umwelt- und Technologiestandards gerecht werden.
EU-Kommission prüft staatliche Beihilfe
Bereits im Juli 2025 leitete die Europäische Kommission ein Prüfverfahren zu einer geplanten staatlichen Unterstützung ein, die von polnischen Behörden für die MAN-Investitionen in Niepołomice vorgesehen war. Im Raum steht eine Förderung in Höhe von 26 Millionen Euro – bestehend aus einem Investitionszuschuss und Steuererleichterungen.
Die Brüsseler Behörde analysiert, ob diese Beihilfen mit dem EU-Wettbewerbsrecht vereinbar sind, insbesondere ob die Investitionen von der finanziellen Unterstützung abhingen oder auch ohne sie erfolgt wären. Zudem prüft die Kommission, ob die Förderung angemessen auf die strukturellen Bedürfnisse der Region eingeht und welche möglichen Auswirkungen auf den europäischen Binnenmarkt zu erwarten sind.









