Beide Tunnel stellen zentrale Verbindungen im alpenquerenden Transportkorridor zwischen Frankreich und Italien dar. Die geplanten Erhöhungen der Durchfahrtsgebühren und der dichte Wartungskalender, mit nächtlichen Sperrungen sowie abschnittsweisem Richtungsverkehr, erfordern eine vorausschauende Routenplanung.
Mautanpassung gemäß Inflation
Ab 2026 erhöhen sich die Tarife für die Durchfahrt durch die Mont-Blanc- und Fréjus-Tunnel um 1,19 %. Die Erhöhung spiegelt das durchschnittliche Inflationsniveau wider, das in Italien und Frankreich verzeichnet wurde, und gilt für alle Fahrzeugkategorien.
Die Betreiber beider Tunnel haben bereits Gebührentabellen nach Fahrzeugklassen veröffentlicht, die die Grundlage für die Berechnung der Durchfahrtskosten auf grenzüberschreitenden Routen bilden. Für Transportunternehmen bedeutet das, dass höhere Sätze in die Budgets für 2026 einzuplanen sind – insbesondere bei regelmäßigen Fahrten über die Alpen.
Fréjus-Tunnel: Sperrungen und Systemwechsel
Mit der Inbetriebnahme der zweiten Tunnelröhre kann ein Großteil der Wartungsarbeiten ohne Richtungswechsel durchgeführt werden. Dennoch sind umfangreiche nächtliche Sperrungen im Januar 2026 angekündigt:
Richtung Italien:
– 12. Januar: von 22:30 bis 23:15,
– 13.–16. Januar: täglich von 4:30 bis 5:15 und von 22:30 bis 23:15,
– 17. Januar: von 4:30 bis 5:15,
– 26. Januar: von 22:30 bis 23:15,
– 27.–30. Januar: täglich von 4:30 bis 5:15 und von 22:30 bis 23:15,
– 31. Januar: von 4:30 bis 5:15.
Richtung Frankreich:
– 19. Januar: von 21:30 bis 22:15,
– 20.–23. Januar: von 5:30 bis 6:15 und von 21:30 bis 22:15,
– 24. Januar: von 5:30 bis 6:15.
Vollsperrung:
Aufgrund der Installation einer neuen Version des Überwachungssystems wird der Fréjus-Tunnel von Samstag, 24. Januar, 22:00 Uhr bis Sonntag, 25. Januar, 6:00 Uhr vollständig gesperrt. In dieser Zeit sind keine Durchfahrten in beide Richtungen möglich, weder für Pkw noch für Lkw.
Mont-Blanc-Tunnel: 12 Vollsperrungen, 9 Nächte mit Richtungswechsel
Ein ähnlich anspruchsvoller Zeitplan gilt auch für den Mont-Blanc-Tunnel. Zwischen Januar und April 2026 sind 12 Nächte mit vollständiger Tunnelsperrung und 9 Nächte mit wechselndem Einrichtungsverkehr (einspurig im Wechsel) geplant.
Vollsperrungen (jeweils 22:00–6:00 Uhr):
– 12.–13. Januar: von 22:00 bis 6:00,
– 9.–10. Februar: von 22:00 bis 6:00,
– 19.–20. Februar: von 23:00 bis 4:00,
– 9.–10. März: von 19:00 bis 6:00,
– 13.–14. April: von 22:00 bis 6:00,
– 14.–15. April: von 22:00 bis 6:00,
– 15.–16. April: von 22:00 bis 6:00,
– 16.–17. April: von 22:00 bis 6:00,
– 20.–21. April: von 22:00 bis 6:00,
– 21.–22. April: von 22:00 bis 6:00,
– 22.–23. April: von 22:00 bis 6:00,
– 23.–24. April : von 22:00 bis 6:00.
Wechselverkehr (22:30–6:00 Uhr):
– Januar: 13.–14., 14.–15., 15.–16.,
– Februar: 10.–11., 11.–12., 12.–13.,
– März: 10.–11., 11.–12., 12.–13.
Einspuriger Richtungsverkehr führt in der Regel zu längeren Wartezeiten.
Auswirkungen für Speditionen und Fahrpersonal
Höhere Mautkosten, eingeschränkte Fahrzeiten und wechselnder Richtungsverkehr machen 2026 zu einem Planungsjahr mit erhöhtem Aufwand. Transportunternehmen sollten ihre Disposition flexibel halten, Personal- und Fahrzeiten frühzeitig anpassen und regelmäßig aktuelle Mitteilungen der Tunnelbetreiber prüfen, um unnötige Verzögerungen und Mehrkosten zu vermeiden.









