Der Brentenbergtunnel liegt auf der Tauernautobahn A10 südlich von Salzburg im Bereich Werfen. Die Strecke verbindet Süddeutschland über Österreich mit Italien und ist sowohl für den internationalen Straßengüterverkehr als auch für den Transitverkehr von zentraler Bedeutung.
Seit dem 9. Januar 2026 ist die Tunnelröhre in Fahrtrichtung Salzburg nach einem LKW-Brand gesperrt. Nach Angaben der ASFINAG bleibt die Sperre „bis auf Weiteres“ aufrecht. Ein konkreter Termin für eine Wiederfreigabe wurde bislang nicht genannt.
Ursache: Sattelschlepper ausgebrannt
Laut ASFINAG prallte ein Sattelschlepper kurz vor dem Tunneleingang gegen einen Aufpralldämpfer und geriet in Brand.

Quelle: Feuerwehr Werfen
Der LKW brannte vollständig aus. Der 41-jährige Fahrer wurde dabei nur leicht verletzt.

Quelle: Feuerwehr Werfen
Die Schäden im Tunnel sind erheblich. Auf den ersten rund 120 Metern wurden sämtliche Sicherheitseinrichtungen zerstört, zudem wurden das Tunnelgewölbe sowie der Galeriebereich beschädigt. Positiv sei laut ASFINAG, dass die Fahrbahn selbst den Brand weitgehend unbeschadet überstanden habe.
ASFINAG arbeitet an einspuriger Lösung
Nach Angaben der Autobahngesellschaft laufen die Vorbereitungen für eine einspurige Verkehrsführung durch den Brentenbergtunnel „auf Hochtouren“. Derzeit würden vertiefende Untersuchungen durchgeführt, unter anderem mittels Bohrkernen, um die statische Sicherheit des Tunnelgewölbes zu beurteilen. Parallel laufen die Vorbereitungen für eine provisorische Verkehrsführung. Der Tunnel wird gereinigt und technisch instand gesetzt, damit eine eingeschränkte Nutzung so rasch wie möglich möglich ist.
Eine Gegenverkehrsregelung schließt die ASFINAG aus. Diese würde laut Angaben deutlich länger dauern, die Kapazität stark reduzieren und bei hohem Verkehrsaufkommen zu Blockabfertigungen führen. Zudem wäre ein sicherer Winterdienst kaum umsetzbar.
Umleitungen und lange Staus für LKW-Verkehr
Bis zur Einrichtung einer provisorischen Lösung wird der Verkehr über das untergeordnete Straßennetz umgeleitet. Die offiziellen Umleitungsstrecken führen über Bischofshofen und Pfarrwerfen sowie über die Salzachtalstraße (B159).
Nach Angaben des ÖAMTC kommt es insbesondere vor dem Knoten Pongau und auf den Umleitungsrouten zu erheblichen Verzögerungen. Die Zeitverluste liegen je nach Verkehrsaufkommen zwischen 30 Minuten und bis zu drei Stunden.
Weitere Zwischenfälle auf der A10
Am 13. Januar 2026 kam es auf der A10 bei Werfen zu einem weiteren LKW-Brand auf freier Strecke, der eine rund zweistündige Totalsperre in beiden Fahrtrichtungen zur Folge hatte.

Quelle: Feuerwehr Werfen
Verletzt wurde dabei niemand. Dieser Vorfall hatte jedoch vor allem kurzfristige Auswirkungen.

Quelle: Feuerwehr Werfen
Der entscheidende Engpass für den Straßengüterverkehr bleibt die weiterhin gesperrte Tunnelröhre des Brentenbergtunnels in Richtung Salzburg. Solange dort keine einspurige Verkehrsführung eingerichtet ist, bleibt die A10 eine der sensibelsten Stellen im alpenquerenden Transitverkehr.









