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Megawatt-Laden für E-LKW: Fünf neue 1.000-kW-Stationen an Autobahnen gestartet

Lesezeit 3 Min.

Entlang wichtiger Autobahnen in Deutschland sind fünf neue Megawatt-Ladestationen für Elektro-LKW gestartet. Mit bis zu 1.000 kW Ladeleistung können E-LKW während einer Lenkzeitpause nachladen, ein wichtiger Schritt für den Einsatz im Fernverkehr.

Dieser Text wurde vollständig von einem Redakteur verfasst – basierend auf fachlichem Wissen, journalistischer Erfahrung und sorgfältiger Recherche. Künstliche Intelligenz kam dabei nicht zum Einsatz.

Der Ladeinfrastrukturbetreiber Aral pulse hat erstmals Megawatt-Ladetechnologie für E-LKW an deutschen Autobahnen in Betrieb genommen. Die Ladeparks befinden sich an wichtigen Transitachsen für den Fernverkehr.

Die Standorte im Überblick:

Standort Autobahn Status
Schwarmstedt A7 in Betrieb
Hannover A2 in Betrieb
Schnaittach A9 in Betrieb
Rastow A24 in Betrieb
Königs Wusterhausen A10 Inbetriebnahme angekündigt

Jeder Standort verfügt über bis zu sechs Durchfahrtsladebuchten, sodass auch lange Sattelzüge ohne Rangieren laden können.

Ladeleistung bis zu 1.000 kW

Zum Einsatz kommt das Megawatt-Ladesystem HYC1000 des Herstellers Alpitronic. Die Technik kombiniert die beiden Standards MCS (Megawatt Charging System) und CCS. Die maximale Ladeleistung liegt bei bis zu 1.000 Kilowatt. Laut Hersteller können kompatible Elektro-LKW damit von 20 auf 80 Prozent in etwa 30 Minuten geladen werden.

„Ladezeiten von nur 30 bis 40 Minuten passen ideal zu den gesetzlich vorgeschriebenen Lenkzeitunterbrechungen“, erklärte Philipp Senoner, CEO von Alpitronic.

Infrastruktur speziell für LKW-Fahrer

Die Ladeparks sind als eigenständiges Netz für Nutzfahrzeuge konzipiert. Fahrer finden vor Ort typische Autohof-Infrastruktur:

  • Sanitäranlagen und Duschen
  • Ruhebereiche
  • Beleuchtung und Parkflächen
  • Shop- und Gastronomieangebote

Alle Ladepunkte sind 24 Stunden zugänglich.

Preis auf Display sichtbar

Auf einem Pressefoto der Anlage ist ein Ladepreis von 0,79 Euro pro Kilowattstunde zu sehen. Offizielle Angaben zu den Kosten nennt das Unternehmen in der Mitteilung jedoch nicht.

Quelle: Aral

Für Speditionen sind die Energiekosten ein wichtiger Faktor: Bei einem Verbrauch von rund 0,9 bis 1,1 kWh pro Kilometer liegen die Stromkosten damit rechnerisch bei etwa 0,70 bis 0,85 Euro pro Kilometer, abhängig vom Fahrzeug und Einsatzprofil.

Strom teilweise aus Solarenergie

Am Standort Schwarmstedt wird ein Teil des Stroms aus einem nahegelegenen Solarpark bezogen. Die Anlage hat laut Betreiber eine Leistung von 4,6 Megawatt und befindet sich direkt neben dem Ladepark.

Ausbau entlang europäischer Transportachsen geplant

Die neuen Ladeparks sind Teil eines Projekts, das über die EU-Förderinitiative Alternative Fuels Infrastructure Facility (AFIF) unterstützt wird. Aral pulse betreibt nach eigenen Angaben bereits mehr als 30 öffentliche Schnellladestandorte für E-LKW in Deutschland und plant weitere Megawatt-Ladestationen entlang wichtiger Logistikkorridore.

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