Magnet oder Kündigung – vor dieser Wahl stellte ein italienisches Transportunternehmen seine Angestellten. Jetzt wurden die Firmenbesitzer zur Haftung gezogen, dafür dass sie ihre Fahrer zu illegalen Praktiken gezwungen haben. Diese Woche wurde das Urteil in dem über 10-Jahre dauerndem Gerichtsverfahren verhängt.

Vor einigen Tagen wurden dem CEO und einem Vorstandsmitglied des italienischen Transportunternehmens das Urteil verkündet. Das Gericht in Caltanissetta, Sizilien, verurteilte die Italiener zu 8 Jahren und 4 Monaten und 7 Jahren und 6 Monaten Gefängnis. Darüber hinaus erhielt jeder von ihnen eine Geldstrafe in Höhe von 2,5 Tausend. Euro.

Obwohl der Richter den Antrag des Staatsanwalts fast vollständig akzeptierte, befand er den Präsidenten des Unternehmens  nicht für schuldig für die schweren Verletzungen, die einer der Fahrer 2008 in Frankreich erlitten hatte.

Der Vorfall ereignete sich, da der Fahrer übermüdet war. Er arbeitete über die erlaubten Lenkzeiten hinaus, was dank einem Tachomagneten möglich war. Der Magnet wurde auf Anweisung  des Vorgesetzten angebracht. Wie es sich im Laufe der Ermittlungen herausstellte, ist der Fahrer regelmäßig mindestens 10 Stunden ohne vorgeschriebene Pausen gefahren. Weitere vier Magneten wurden in den Taschen des Fahrers gefunden.

Der Anwalt des Transportunternehmens forderte jedoch einen Freispruch und wies darauf hin, dass die Manipulationen die Initiative des Fahrers waren.

Die Geschichte des italienischen Unternehmens zeigt, dass illegale Praktiken, die die Sicherheit von Mitarbeitern und anderen Verkehrsteilnehmern gefährden, sehr streng bestraft werden. zugleich ist aber auch bedauerlich,   die Wahrheit über solche Manipulationen erst bei einem Unfall ans Licht kommt. So war es  im Fall eines amerikanischen Truckers, der in einem ähnlichen Fall mehrere Millionen Schadensersatzzahlungen vom Arbeitgeber erhalten hatte.

Foto:Pxhere

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