- Der Umsatz der Wielton-Gruppe stieg um 19,4 % auf 1.180,3 Millionen polnische Zloty. Der Fahrzeugabsatz erhöhte sich um 10 % auf 8.577 Einheiten.
- Der Nettoverlust sank von 107,6 Millionen polnischen Zloty auf 43,6 Millionen polnische Zloty. Das EBITDA verbesserte sich von minus 32,9 Millionen polnischen Zloty auf 17,4 Millionen polnische Zloty.
- In Polen stieg der Absatz um 10,4 % auf 2.398 Fahrzeuge. Der Marktanteil der Gruppe erhöhte sich damit auf 14,6 %.
- Das stärkste Absatzwachstum wurde in Spanien und im Vereinigten Königreich erzielt. Deutschland sowie die von der Gruppe ausgewiesenen Märkte in Mittel- und Osteuropa verzeichneten dagegen deutliche Rückgänge.
Die am 30. September 2026 veröffentlichten Zahlen zeigen eine deutliche Verbesserung gegenüber dem ersten Halbjahr des Vorjahres. Der Umsatz wuchs stärker als der Fahrzeugabsatz, während Wielton den Verlust erheblich verringerte. Ein positives EBITDA bedeutet allerdings nicht, dass der Konzern bereits wieder Gewinne erzielt. Außerdem verlief die Erholung auf den einzelnen Märkten sehr unterschiedlich.
Umsatz steigt, Nettoverlust beträgt weiterhin 43,6 Millionen polnische Zloty
Von Januar bis Juni 2026 erzielte die Wielton-Gruppe einen Umsatz von 1.180,3 Millionen polnischen Zloty. Im Vergleichszeitraum 2025 waren es 988,6 Millionen polnische Zloty gewesen. Das entspricht einem Plus von 19,4 %. Auch der Fahrzeugabsatz legte zu: Nach 7.796 Einheiten im Vorjahr wurden nun 8.577 Fahrzeuge verkauft – ein Zuwachs von 10 %.
Das EBITDA lag mit 17,4 Millionen polnischen Zloty wieder im positiven Bereich. Im ersten Halbjahr 2025 hatte noch ein negatives EBITDA von 32,9 Millionen polnischen Zloty zu Buche gestanden. Die EBITDA-Marge verbesserte sich von minus 3,3 % auf 1,5 %.
Der Nettoverlust verringerte sich um 64 Millionen polnische Zloty: von 107,6 Millionen auf 43,6 Millionen polnische Zloty. Die Ertragslage verbesserte sich damit deutlich, ein positives Nettoergebnis wurde jedoch noch nicht erreicht. Auch die EBITDA-Marge bleibt vergleichsweise niedrig.
Polen: Absatz steigt um 10,4 %
Der polnische Markt für Anhänger und Sattelauflieger wuchs im ersten Halbjahr um 10,5 %. Wielton verkaufte in diesem Umfeld 2.398 Fahrzeuge und lag damit 10,4 % über dem Vorjahreswert. Wielton und Langendorf belegten gemeinsam den dritten Platz auf dem Markt. Ihren gemeinsamen Marktanteil steigerten sie von 14 % im ersten Halbjahr 2025 auf 14,6 % im ersten Halbjahr 2026.
Damit entwickelte sich die Gruppe in Polen nahezu im Gleichschritt mit dem Gesamtmarkt und konnte ihren Marktanteil leicht ausbauen. Zusätzlich erweiterte Wielton im ersten Halbjahr das Produktprogramm um einen Kofferauflieger der EVO-Baureihe.
Vereinigtes Königreich mit kräftigem Plus, Deutschland im Minus
Das internationale Geschäft zeigte ein deutlich uneinheitlicheres Bild. Im Vereinigten Königreich setzte Wielton 1.805 Fahrzeuge ab – 73,7 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Der britische Markt für Anhänger und Sattelauflieger wuchs im selben Zeitraum dagegen nur um etwas mehr als 14 %.
Lawrence David, Wielton und Langendorf kamen zusammen auf einen Marktanteil von 13,3 %. Dadurch rückte die Gruppe im Vereinigten Königreich vom vierten auf den zweiten Platz vor.
In Deutschland verlief die Entwicklung gegenläufig. Obwohl der deutsche Markt für Anhänger und Sattelauflieger um 10,5 % wuchs, sank der Absatz von Wielton um 35,8 % auf 409 Fahrzeuge. Gemeinsam kamen Langendorf und Wielton GmbH auf einen Marktanteil von 1,7 % und belegten den achten Rang.
Der Vergleich der beiden Länder zeigt, dass die stärkere Nachfrage nach Anhängern und Sattelaufliegern in Europa nicht allen Unternehmen der Gruppe gleichermaßen zugutekam.
Absatz in Spanien fast verdoppelt, Mittel- und Osteuropa schwächer
In Spanien verkaufte die Gruppe 451 Fahrzeuge und steigerte ihren Absatz im Jahresvergleich um mehr als 94 %. Der spanische Markt für Anhänger und Sattelauflieger wuchs im gleichen Zeitraum um 17,1 %. Guillén, Fruehauf und Wielton belegten gemeinsam den vierten Platz und erreichten einen Marktanteil von 6,1 %.
Auch in Italien stieg der Absatz. Dort lieferte die Gruppe 773 Fahrzeuge aus, verglichen mit 720 Einheiten im Vorjahr. Viberti, Fruehauf, Wielton und Guillén kamen gemeinsam auf einen Marktanteil von 8,5 % und belegten damit den vierten Rang. Der italienische Gesamtmarkt wuchs um 1,6 %.
In Frankreich behauptete die Konzerngesellschaft Fruehauf mit einem Marktanteil von 16,1 % ihre Spitzenposition. Die Gruppe setzte dort 1.454 Fahrzeuge ab, 2 % mehr als im Vorjahr. Damit blieb sie jedoch hinter dem französischen Gesamtmarkt zurück, der um fast 8 % zulegte.
In den von der Gruppe ausgewiesenen mittel- und osteuropäischen Märkten fiel die Entwicklung schwächer aus. Der Absatz ging um mehr als 9 % auf 593 Fahrzeuge zurück, obwohl der regionale Gesamtmarkt um mehr als 17 % wuchs.
Wieltons Marktanteil in der Region sank von 5,5 % auf 4,5 %. Die Gruppe blieb auf dem fünften Platz, setzte aber trotz des wachsenden Gesamtmarktes weniger Fahrzeuge ab.
Landwirtschaftliche Anhänger: Absatz wächst trotz schrumpfenden Marktes
Landwirtschaftliche Anhänger sind bei Wielton ein eigener Geschäftsbereich. Der polnische Markt für diese Fahrzeuge schrumpfte im ersten Halbjahr 2026 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 29,6 %. Als Gründe nannte Wielton unter anderem schwierige Wetterbedingungen und hohe Kosten für landwirtschaftliche Betriebsmittel.
Wielton Agro setzte trotz des Marktrückgangs 517 landwirtschaftliche Anhänger ab – fast 19 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Das Unternehmen belegte in Polen mit einem Marktanteil von 4,5 % den sechsten Platz.
Die Erholung erreicht nicht alle Märkte
Die Ergebnisse nach Regionen zeigen, dass sich Wieltons Geschäft noch nicht in allen Märkten gleichermaßen erholt hat. Im Vereinigten Königreich und in Spanien wuchs der Absatz deutlich schneller als die jeweiligen Gesamtmärkte. In Deutschland sowie in Mittel- und Osteuropa ging er dagegen trotz steigender Nachfrage zurück.









