Amazon beginnt mit der Paketlieferung per Drohne. Sendungen sollen aus mehreren Metern Höhe abgeworfen werden

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Fast zehn Jahre nach der ersten Ankündigung wird Amazon die Drohnenlieferung starten, vorerst aber nur in Kalifornien und Texas. Die Idee hat bereits eine Reihe von Kontroversen ausgelöst.

Amazon beginnt mit der Paketlieferung per Drohne. Sendungen sollen aus mehreren Metern Höhe abgeworfen werden
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Die ersten Lieferungen sollen noch in diesem Jahr erfolgen. Einem Bericht des Nachrichtenportals thenationalnews.com zufolge wird die elektrische MK27-2-Drohne Pakete an Kunden in Lockeford, Kalifornien, und College Station, Texas, liefern.

Die Sendung darf nicht größer als ein Schuhkarton sein und nicht viel mehr als 2 kg wiegen.

Die Drohnen werden bis zu 4,8 km (drei Meilen) weit um unsere Standorte in Texas und Kalifornien fliegen”, so Paul Butler, Community Affairs Manager bei Amazon.

Die größte Kontroverse unter den Bewohnern der Gemeinde, die als erste Empfänger der Paketlieferung per Drohne ausgewählt wurden, ist die Art und Weise, wie die Pakete auf dem Boden platziert werden.

Pakete sollen nämlich aus einer Höhe von etwa 3,5 m abgeworfen werden.

Amazon kündigte nicht nur den Start der Drohnenlieferung an, sondern präsentierte auch ein neues Design der Maschine, die bis 2024 das Modell MK27-2 ersetzen soll. Die Lieferdrohne MK30 soll über eine größere Reichweite verfügen, widerstandsfähiger gegen widrige Witterungsbedingungen (z. B. Regen und Temperatur) sein und leiser arbeiten.

Hat Amazon zu viel investiert?

In den letzten Tagen wird von Amazon nicht nur wegen der Ankündigung der Drohnenlieferung so oft in den Medien berichtet.

Aus den USA kam die Nachricht, dass der Konzern den größten Stellenabbau seiner Geschichte vorbereite. Bis zu 10.000 Menschen könnten ihre Jobs verlieren. Bedroht sollen vor allem die Mitarbeiter aus den Bereichen Human Resource Management, Einzelhandel und der Entwicklung des Sprachassistenten Alexa sein, berichtet die New York Times.

Die Zeitung erinnert daran, dass Amazon noch vor Kurzem eine Gehaltserhöhung unter Berücksichtigung der Realitäten des „wettbewerbsorientierten Arbeitsmarktes” angekündigt hat. Das Unternehmen konnte aus dem boomenden E-Commerce-Markt während der Pandemie einen besonders großen Nutzen ziehen und hat daher die Beschäftigung deutlich erhöht.

In letzter Zeit hat sich die Situation des Konzerns verschlechtert. Zu Beginn dieses Jahres verlangsamte sich das Wachstum des Unternehmens auf den niedrigsten Stand seit zwei Jahrzehnten. Die Medien weisen darauf hin, dass Amazon die Kosten einiger Fehlinvestitionen und der extrem schnellen Expansion trägt, unter anderem aufgrund des Umsatzrückgangs in Zeiten der grassierenden Inflation.

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