Der litauische Logistikriese Girteka hat mit der deutschen AKA Bank einen Finanzierungsvertrag über 74 Millionen Euro unterzeichnet, um sein Programm zur Flottenerneuerung zu beschleunigen. Die Transaktion wird von Credendo, der belgischen Exportkreditagentur (ECA), abgesichert und verschafft dem Logistikunternehmen den Wettbewerbsvorteil, der für eine groß angelegte internationale Expansion erforderlich ist.
Die Finanzierung wird den Erwerb von 1.200 LKW der neuesten Generation teilweise finanzieren ein Schritt, der Girteka als Europas größtes assetbasiertes Transportunternehmen weiter stärken soll. Während Girteka bislang weder konkrete Hersteller noch Lieferzeiträume genannt hat, betonte das Unternehmen, dass diese Investition ein zentraler Bestandteil eines umfassenderen Modernisierungsvorhabens ist.
„Unsere Mission ist es, temperaturgeführte und besonders sensible Fracht mit unserer eigenen Flotte sicher und effizient zu transportieren. Investitionen in die neuesten, kraftstoffeffizienten Fahrzeuge sichern die Zuverlässigkeit unserer Dienstleistungen, reduzieren aktiv unseren ökologischen Fußabdruck und erfüllen die wachsenden Erwartungen der Kunden an umweltfreundlichere Lösungen in der Lieferkette“, sagte Vytenis Šuklys, CFO der Girteka Group.
Über die reine Erweiterung der Fahrzeugzahl hinaus ist die neue Flotte darauf ausgelegt, operative KPIs zu verbessern durch:
- Nachhaltigkeit: Reduzierte CO2-Emissionen und höhere Kraftstoffeffizienz.
- Sicherheit: Integration der neuesten Fahrerassistenz- und Sicherheitsfunktionen.
- Konnektivität: Echtzeit-Monitoring und vorausschauende Wartung über Girteka eigene digitale Systeme.
Die Partnerschaft mit der AKA Bank markiert für Girteka eine strategische Neuausrichtung. Šuklys wies darauf hin, dass die ECA-Absicherung Kreditkonditionen und Preise ermöglicht, die deutlich günstiger sind als die in lokalen Märkten verfügbaren.
Außerdem erklärte AKA-Bank-CEO Marck Wengrzik, dass die Vereinbarung als Rahmenkreditlinie strukturiert ist. Dieses Modell schafft eine skalierbare Plattform und ermöglicht es Girteka, die Finanzierungslimits je nach Wachstum schnell zu erhöhen.
Der zweite große Plan zur Flottenerneuerung innerhalb einer Woche
Girteka ist mit seinem ambitionierten Modernisierungskurs nicht allein. Diese Ankündigung folgt auf einen ähnlichen Schritt der ungarischen Logistikgruppe Waberer’s, die kürzlich einen 57-Millionen-Euro-Plan vorgestellt hat, bis 2026 insgesamt 925 Fahrzeuge zu ersetzen.
Während Girteka den Zeitplan nicht veröffentlicht hat, hat „Waberer’s“ einen klaren Ablauf festgelegt: Die ersten Einheiten werden Anfang Mai 2026 erwartet; ein wöchentlicher Austauschzyklus endet im November, um einen unterbrechungsfreien Betrieb in den internationalen und nationalen Netzwerken sicherzustellen. Zusammen signalisieren diese Investitionen ein massives technologisches Upgrade für den osteuropäischen Straßentransport.











