Röhlig Logistics hat im Geschäftsjahr 2025 Rohertrag, Volumina und Sendungszahlen gesteigert und nach eigenen Angaben in allen Geschäftsbereichen Marktanteile gewonnen. Gleichzeitig sank das operative Ergebnis.
Der Rohertrag erhöhte sich von 229 auf 234 Millionen Euro. Die Sendungsanzahl wuchs um sechs Prozent. Wachstumstreiber waren insbesondere Australien, die USA, China sowie Südostasien mit Märkten wie Vietnam und Singapur.
Das EBIT lag bei 16 Millionen Euro und damit unter dem Vorjahr.
„Der leichte Ergebnisrückgang gegenüber dem Vorjahr ist Ausdruck gezielter Investitionen in unsere Zukunft“, sagt Philip W. Herwig, Managing Partner bei Röhlig Logistics.
Man habe bewusst in Mitarbeitende, den Ausbau des Netzwerks und digitale Produkte investiert. Zusätzlich belasteten inflationsbedingte Kostensteigerungen und Währungseffekte das Ergebnis.
Seefracht über Marktniveau
In der Seefracht entwickelte sich das FCL-Segment über Marktniveau, das LCL-Geschäft marktgerecht bis leicht darüber. Impulse kamen insbesondere von den Handelsrouten Asien–Europa und Asien–Ozeanien sowie aus Kernkundensegmenten wie Automotive und FMCG.
Das Unternehmen verweist zudem auf eine disziplinierte Einkaufs- und Preisstrategie sowie eine stabile Kundenbasis als Stabilisierungsfaktoren in einem strukturell anspruchsvollen Marktumfeld.
Luftfracht mit mehr Aufträgen
In der Luftfracht verzeichnete Röhlig ein deutliches Auftragsplus. Das Wachstum resultierte laut Unternehmen vor allem aus einer signifikanten Steigerung der Orderzahlen sowie aus der Beteiligung an der OnBoard Gruppe.
„Unsere Luftfracht wächst nicht nur volumengetrieben, sondern vor allem durch eine höhere Anzahl an Kundenaufträgen“, erklärt Hylton Gray, CEO Air Freight, Sea Freight, Contract Logistics & Sales.
Kontraktlogistik expandiert international
Die globale Lagerfläche wuchs um drei Prozent. In Australien wurde sie um mehr als 30 Prozent erweitert, in Südostasien auf rund 50.000 Quadratmeter ausgebaut. Zudem erwarb Röhlig zehn Prozent am lateinamerikanischen Logistikdienstleister OnBoard Logistics und stärkt damit seine Präsenz in der Region.
Auch strukturell stellte das Unternehmen 2025 Weichen: Die weltweite Migration auf SAP S/4HANA wurde abgeschlossen. Zudem erhielt Röhlig die EcoVadis-Silbermedaille und zählt damit zu den besten 15 Prozent der bewerteten Unternehmen weltweit.
Ausblick 2026
Für 2026 erwartet das Management ein weiterhin anspruchsvolles Marktumfeld.
„Unser diversifiziertes Geschäftsmodell und die konsequente Strategieumsetzung geben uns eine stabile Grundlage für weiteres Wachstum“, so Herwig.
Röhlig beschäftigt mehr als 2.800 Mitarbeitende in über 35 Ländern.











