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Amazon investiert über zehn Milliarden euro in Europas Logistik. Fokus auf Same-Day

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Amazon beschleunigt den Ausbau seines europäischen Logistik- und Fulfilmentnetzes: Der Konzern will nach eigenen Angaben mehr als 10 Mrd. Euro investieren. Im Fokus stehen zusätzliche Automatisierung in den Lagern sowie neue Standorte für Lieferungen am selben Tag. Ziel ist es, Bestände näher an Ballungsräume zu verlagern und Zustellzeiten zu verkürzen.

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Vorgestellt wurde das Programm bei der Veranstaltung „Delivering the Future EMEA“ im Fulfilmentzentrum LCY3 in Dartford. Amazon bezeichnet den Standort als besonders auf kurze Durchlaufzeiten ausgelegt. Dort zeigte das Unternehmen neue Automatisierungslösungen, die Prozesse zwischen Kommissionierung, Sortierung und Zustellung weiter beschleunigen sollen.

Im Mittelpunkt steht die nächste Generation des autonomen mobilen Roboters Proteus. Wie Reuters berichtet, ist die aktuelle Version bereits an 25 Standorten in den USA im Einsatz. In den Dockbereichen transportiert sie demnach Wagen mit einem Gewicht von bis zu rund 400 Kilogramm.

Die überarbeitete Variante soll in der ersten Hälfte 2027 nach Europa kommen. Amazon zufolge kann der neue Proteus Anweisungen in natürlicher Sprache verarbeiten, Aufgaben priorisieren, Routen selbstständig planen und in deutlich größeren Bereichen von Fulfilment- und Zustellzentren arbeiten – nicht mehr nur in der Umgebung der Verladetore.

Zusätzlich präsentierte Amazon STARK, ein robotergestütztes System für den Umgang mit Behältern, das zunächst in Barcelona getestet wurde. Bis 2027 soll die Technik an 15 europäischen Standorten ausgerollt werden. Ein weiteres System heißt Vulcan: Amazon beschreibt es als den ersten Roboter des Unternehmens mit Tastsinn; auch diese Lösung wird für einen breiteren operativen Einsatz vorbereitet.

Für die Transport- und Logistikbranche bedeutet das: Automatisierung im Lager und Liefergeschwindigkeit rücken noch enger zusammen. Amazon baut nicht nur Kapazitäten aus, sondern verändert auch interne Materialflüsse. Roboter sollen manuelle Wege reduzieren, Durchlaufzeiten verkürzen und dichtere Zustellpläne ermöglichen.

Parallel erweitert Amazon sein Netz für besonders schnelle Zustellungen. Noch in diesem Jahr will der Konzern europaweit mehr als 25 zusätzliche Standorte für Lieferungen am selben Tag aufbauen – unter anderem in Grossbritannien und Deutschland. Ziel ist es, Bestände näher an urbane Zentren zu bringen, um Lieferungen innerhalb weniger Stunden zu ermöglichen.

Auch „Amazon Now“, der Dienst für besonders schnelle Lieferungen von Waren des täglichen Bedarfs und Lebensmitteln, soll ausgebaut werden. In Grossbritannien ist das Angebot bereits in Teilen Londons verfügbar und soll noch in diesem Jahr auf Manchester und Birmingham erweitert werden.

Der Schritt fällt in eine Phase, in der E-Commerce- und Paketnetze unter zunehmendem Druck stehen: kürzere Zustellfenster bei gleichzeitig sinkenden Stückkosten. Für Carrier, Fulfilmentdienstleister und Last-Mile-Anbieter erhöht Amazons Vorstoss den Wettbewerbsdruck – insbesondere bei urbaner Lagerhaltung, Micro-Fulfilment, Automatisierung und belastbaren Same-Day-Prozessen.

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