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Hohe körperliche Anforderungen, hohe Arbeitsintensität und lange Arbeitszeiten bei geringem Handlungsspielraum kennzeichnen die Arbeitsbedingungen in Verkehrs- und Logistikberufen. Zu diesen und weiteren Ergebnissen kommt das Faktenblatt „Liefern, lagern und befördern”, das die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) jetzt veröffentlicht hat.

Das Blatt konzentriert sich auf die zwei großen Berufsgruppen „Lagerwirtschaft, Post und Zustellung, Güterumschlag” und „Fahrzeugführung im Straßenverkehr”.

So hat jeder zweite Beschäftigte im Bereich „Logistik” und mehr als jeder dritte im Bereich „Fahrzeugführung” (37%) häufig schwere Lasten zu bewegen. Dies liegt deutlich über dem Durchschnitt von 23 Prozent. Ebenfalls sehen sich die Beschäftigten in beiden Bereichen stärker belastenden klimatischen Verhältnissen wie Hitze, Kälte oder Zugluft ausgesetzt als die durchschnittliche Erwerbsbevölkerung.

Starker Termindruck

Beide Gruppen berichten über einen geringeren Handlungsspielraum. Während die Beschäftigten in der „Fahrzeugführung” deutlich häufiger über 48 Stunden pro Woche arbeiten und unter starkem Termindruck stehen, wird im Bereich „Logistik” häufiger sehr schnell und an der Grenze der Leistungsfähigkeit gearbeitet.

Das BAuA-Faktenblatt empfiehlt den Unternehmern nachzusteuern, um negativen gesundheitlichen Beanspruchungsfolgen dieser ungünstigen Arbeitsbedingungen entgegenzuwirken.

Das Blatt beruht auf Daten der BIBB-/BAuA-Erwerbstätigenbefragung 2012.

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