Für das kommende Jahr wird angesichts des sich abzeichnenden Aufholprozesses ein Plus von 4,4 Prozent erwartet. Das Vorkrisenniveau des Bruttoinlandsprodukts dürfte zu Beginn des Jahres 2022 wieder erreicht werden. Die Bundesregierung hat am Dienstag die neueste Konjunkturprognose präsentiert.

Im Mai wurde Tiefpunkt  der Rezession durchschritten, seitdem scheint sich die Wirtschaft wieder langsam zu erholen. Für das kommende Jahr wird angesichts des sich abzeichnenden Aufholprozesses ein Plus von 4,4 Prozent erwartet. Das Vorkrisenniveau des Bruttoinlandsprodukts dürfte zu Beginn des Jahres 2022 wieder erreicht werden. Die Bundesregierung geht in ihrer Projektion jedoch davon aus, dass es nicht noch einmal zu einem Lockdown wie in der zweiten Hälfte des März und im April kommen wird.

Mein Dank gilt vor allem den Bürgerinnen und Bürgern in unserem Land für ihr verantwortungsvolles Handeln in den letzten Monaten zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Jetzt gilt es, diesen Erfolg durch weiterhin hohe Wachsamkeit zu sichern. Der Aufholprozess der Wirtschaft nach dem Lockdown im Frühjahr hat eingesetzt und unterstreicht die Stärke und Widerstandskraft der Unternehmen in Deutschland und die hohe Leistungsbereitschaft Ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Er zeigt auch, dass der beispielslose Schutzschirm, den die Bundesregierung aufgespannt hat und das auf den Weg gebrachte Konjunkturpaket – beides mit einem Gesamtvolumen von über 1 Billion Euro – bei den Menschen und Unternehmen ankommen und klare Impulse gegeben, um die Wirtschaft wieder auf einen Wachstumspfad zurückzubringen, sagte der Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Peter Altmaier.

Die Bundesminister geht aufgrund der guten Stimmung in den Unternehmen und positiven Signalen vom Arbeitsmarkt davon aus, dass es bereits im dritten Quartal zu einem deutlichen Wirtschaftswachstum kommen wird, weist aber gleichzeitig darauf hin,dass der Prozess ein langwieriger wird.

Das sind gute Nachrichten, die uns aber nicht darüber hinwegtäuschen dürfen, dass der Aufholprozess angesichts des weltweiten Pandemiegeschehens noch längere Zeit in Anspruch nehmen wird, so Altmaier.

Leistungsbilanzüberschuss wird sinken

Aufgrund der Situation in den wichtigsten Handelspartnerländern und der damit verbundenen negativen Entwicklung der Absatzmärkte werden die deutschen Exporte im Jahr 2020 um 12,1 Prozent zurückgehen, dürften aber im Jahr 2021 um 2021 8,8 Prozent steigen. Was die Importe angehte, werden die aufgrund der umfangreichen Maßnahmen zur Stützung von Einkommen und Nachfrage  nicht so stark schrumpfen wie die Exporte. Im Jahr 2020 wird ein Rückgang von 8,1 Prozent erwartet, im Jahr 2021 dürften die Importe aber wieder um 7,5 Prozent steigen. Der deutsche Leistungsbilanzüberschuss in Relation zum nominalen Bruttoinlandsprodukt dürfte in 2020 sinken und auch in 2021 unterhalb des Niveaus von 2019 verbleiben.

Die Arbeitslosigkeit dürfte im Jahresdurchschnitt auf 5,9 Prozent ansteigen, da die Lage auf dem Arbeitsmarkt weiterhin angespannt ist. Im laufenden Jahr dürfte die Erwerbstätigkeit um 380 Tausend Personen zurückgehen. Besonders hart wird es die geringfügig Beschäftigten treffen.Im Lauf des Jahres dürfte sich die Situation stabilisieren. Im Jahr 2021 dürfte die Erwerbstätigkeit um 190 Tausend Personen steigen und die Arbeitslosenzahl um 110 Tausend Personen zurückgehen.

Foto:BMWI

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