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Der Beruf des Fahrers kann unvorhersehbar sein, und gleichzeitig ist er sehr eng mit Terminen verbunden. Darüber hinaus gibt es strenge gesetzliche Vorschriften, die befolgt werden müssen. Das Ergebnis dieser Faktoren sind verschiedene Maβnahmen, die die Fahrer mit einem besseren oder schlechteren Erfolg einsetzen, um die Arbeitszeiten flexibler zu gestalten.

In diesem Bereich kam, wie es scheint, die Regel von einer Minute zu Hilfe. Sie ergibt sich aus den technischen Anforderungen der nach dem 1. Oktober 2011 hergestellten Fahrtenschreiber, die den Anforderungen der Verordnung der EU-Kommission Nr. 1266/2009 entsprechen, insbesondere:

– Randnummer 041. Wird zu irgendeinem Zeitpunkt innerhalb der unmittelbar der Kalenderminute vorausgehenden und nachfolgenden Minute die Tätigkeit Lenken registriert, gilt die gesamte Minute als Lenk-Zeit.
– Randnummer 042. Für eine Kalenderminute, die aufgrund der vorstehenden Randnummer 041 nicht als Lenk-Zeit gilt, wird die Tätigkeit angesetzt, die als längste Tätigkeit innerhalb der Minute ausgeführt wurde (oder bei gleichlangen Tätigkeiten diejenige, die zuletzt ausgeführt wurde).

Dies bedeutet, dass der Tachograph den Stand der jeweiligen Minute aufzeichnet, der überwiegt. Also, wenn in einer bestimmten Minute 29 Sekunden Lenkzeit und 31 Pause sein werden, dann wird die ganze Minute als Pause gezählt.

VORSICHT!

Dies gilt nur für Beförderer, die auf sehr kurzen Strecken unterwegs sind. Bei einem häufigen Stopp kann die „1-Minuten-Regel” die registrierte Fahrzeit erheblich verkürzen. In einigen Fällen kann man auf diese Weise bis zu einer halben Stunde gewinnen.

Die 1-Minute-Regel während der Ruhezeit des Fahrers

Was anderes jedoch ist die Verwendung dieser Regel während der obligatorischen Pause. Während der Pause muss sich der Fahrer ausruhen und darf das Auto nicht einmal für 1 Sekunde fahren. Auch wenn der Ausdruck von der Karte die während der Pause gemachten Fahrten nicht anzeigt, werden sie im Tachographen aufgezeichnet, indem die Dispositionsaktivität im zweiten Steckplatz des Geräts zusammen mit der an der Anfahrt gemachten Geschwindigkeit aufgezeichnet wird.

Während der Inspektion hat der Inspektor das Recht, den Fahrtenschreiber zu überprüfen, und alle während der Pause aufgezeichneten Fahrzeugbewegungen werden als Betrug behandelt und mit strengen Buβgeldern bestraft. Man muss zugeben, dass eine restriktive Einhaltung der Vorschriften auf der Strecke oft schwierig ist.

Was ist also, wenn es keinen Platz auf dem Parkplatz gibt und der Fahrer irgendwo abseits anhält, die Pause beginnt, wartet bis ein Halteplatz frei wird und wenn es dann einen solchen gibt, dorthin fahren möchte?

Nun, die Antwort lautet: Prinzipiell kann er es laut Gesetz nicht machen. Die 1-Minute-Regel gilt hier nicht.

Wofür drohen Strafen?

Einige der Fahrer würden sagen, dass in solchen Situationen Artikel 12 der Verordnung (EG) 561/2006 Anwendung findet, der wie folgt lautet:

Sofern die Sicherheit im Straßenverkehr nicht gefährdet wird, kann der Fahrer von den Artikeln 6 bis 9 abweichen, um einen geeigneten Halteplatz zu erreichen, soweit dies erforderlich ist, um die Sicherheit von Personen, des Fahrzeugs oder seiner Ladung zu gewährleisten. Der Fahrer hat Art und Grund dieser Abweichung spätestens bei Erreichen des geeigneten Halteplatzes handschriftlich auf dem Schaublatt des Kontrollgeräts oder einem Ausdruck aus dem Kontrollgerät oder im Arbeitszeitplan zu vermerken.

Denken Sie jedoch daran, dass, um sich auf diese Bestimmung berufen zu können, bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden müssen:
1) es stellt keine Gefahr für die Sicherheit im Straßenverkehr dar – es ist nicht zulässig, die Arbeitszeit um beispielsweise 4 Stunden zu verlängern oder über die gesamte Dauer der Pause zu fahren,

2) soweit dies zur Gewährleistung der Sicherheit von Personen, Fahrzeugen oder Gütern erforderlich ist – Umstände müssen die in der Bestimmung angegebenen Rechte deutlich gefährden und aus unvorhersehbaren Ereignissen resultieren. Zum Beispiel: Umparken des Fahrzeugs auf Anweisung von Diensten, Wegfreimachung für privilegierte Fahrzeuge, plötzliches Auftreten einer Bedrohung (Brand).

Also, wenn sich der Fahrer in der vorgenannten Situation befindet und als Begründung für den Einsatz von Art. 12 die Notwendigkeit zum Parkplatzwechsel vermerkt, wird dieses Argument nicht genug sein. Der Kontrollinspektor wird in dieser Situation Fahrlässigkeit des Fahrers bei der Auswahl eines Halteplatzes anzeigen. Denken Sie daran, wann immer wir uns auf Artikel 12 berufen, muss die Argumentation konkret und erschöpfend sein und vor allem die oben genannten Voraussetzungen erfüllen

Vermeiden Sie den Beginn der Pause im Stau oder während des Entladens

Die Fahrer beginnen oft ihre Pause auch beim Be- und Entladen oder im Stau. In solchen Situationen ist es möglich, die Notwendigkeit einer Anfahrt vorherzusagen, daher wird empfohlen, in solchen Situationen Pausen zu vermeiden, weil während der Inspektion die Strafe für diese Art von Vergehen unvermeidbar sein wird.

Zusammenfassend ist den Kontrollbehörden in der ganzen Europäischen Union bewusst, dass die 1-Minute-Regel häufig genutzt werden kann, um die wirkliche Arbeitszeit zu verbergen, deshalb gehen sie an die Kontrollen ziemlich streng heran und akzeptieren nur legitime Erklärungen, die die Regeln nicht verbiegen. Deshalb ist die 1-Minute-Regel während der Arbeit definitiv eine Legende, die uns viel kosten kann.

 

Fig: Fot. Pixabay/Robfoto

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