Nach Angaben des Unternehmens handelt es sich um das größte Investitionsprogramm dieser Art in der Geschichte von MAN. Ziel sei es, die Servicequalität zu verbessern und die Wege für Betreiber von LKW-Flotten zu verkürzen.
Kürzere Wege für Speditionen
Ein zentrales Ziel des Programms ist eine bessere regionale Abdeckung des Servicenetzes. Künftig sollen rund 80 Prozent der Kunden einen MAN-Servicebetrieb innerhalb von 30 Minuten Fahrzeit erreichen können.
Besonders im Fokus stehen laut Unternehmen wichtige Nutzfahrzeugmärkte wie Deutschland, Österreich und die Schweiz sowie Frankreich, Großbritannien, Italien, Spanien, Polen und die Türkei. In diesen Ländern plant MAN im Durchschnitt rund sieben neue Standorte pro Jahr.
Großes Servicenetz in Europa
Bereits heute betreibt MAN europaweit rund 1.200 eigene und Partner-Servicebetriebe mit etwa 7.000 Beschäftigten. Ergänzt wird das Netzwerk durch den Mobilitätsdienst MAN Mobile24, der mit mehr als 2.000 Servicestützpunkten und Partnern rund um die Uhr Unterstützung bietet.
In Deutschland verfügt MAN nach eigenen Angaben mit über 340 eigenen und Partnerstandorten über das größte herstellereigene Servicenetz im Nutzfahrzeugbereich.
Werkstätten werden auf Elektro-LKW vorbereitet
Ein Teil der Investitionen fließt in den Ausbau der Infrastruktur für elektrische Nutzfahrzeuge. Bereits 2026 sollen zwei Drittel der Standorte für Elektromobilität vorbereitet sein.
Geplant sind unter anderem Schulungen für rund 8.000 Beschäftigte im Vertrieb und Service, darunter Hochvolt-Techniker. Parallel baut MAN ein Netzwerk von Batteriereparaturzentren auf, das bereits mehrere europäische Länder umfasst.
Ladepunkte und digitale Werkstattprozesse
Zusätzlich sollen Servicestandorte mit Ladeinfrastruktur für Elektro-LKW ausgestattet werden. In Kooperation mit dem Energieunternehmen E.ON plant MAN bis zu 400 Ladepunkte an rund 170 Standorten in Europa, davon bis zu 125 in Deutschland.
Parallel treibt der Hersteller die Digitalisierung der Werkstattprozesse voran. Mobile Endgeräte, Apps und künftig auch KI-gestützte Anwendungen sollen Serviceabläufe effizienter machen.









