Die Welt verändert sich schnell und zwar zum Besseren! Der Einsatz von Digital Twin (auch: Digitaler Zwilling) in den vergangenen Jahren umfasste Abläufe im Bauwesen, in der Klempnerei, in Vertriebszentren, bei Simulationen, bei Zahnbehandlungen, bei Flugsimulationen für Piloten, beim Transport von Passagieren und vielem mehr.

Die Supply-Chain-Welt entdeckt dieses Konzept gerade erst und entwickelt diese alten Technologien zu einer neuen, detaillierten und fortgeschrittener Angriffslinie weiter. In der Supply Chain, die komplex-dynamisch-menschlich-maschinelle Prozesse beinhaltet, vermischen sich Hard- und Software.

Zeitgenössische Technologie mit leistungsstarker virtueller Integration in die Cloud führt uns zu weiteren hervorragenden Formen der Lieferkette, die einen funktionsfähigen Digitalen Zwilling schaffen, der für die Entscheidungsfindung nützlich ist.

Wichtige Überlegungen zur Schaffung eines Digitalen Zwillings

  • Supply Chain-Entscheidungsfindung auf höchster Ebene und die Fähigkeit, sie stets auf dem neuesten Stand zu halten, da sich die Welt ständig verändert.
  • Es besteht Bedarf nach einer digitalen Plattform, die ein umfassendes, intern konsistentes Datenmodell für die gesamte Wertschöpfungskette, einschließlich Lieferanten und Kunden, umfasst.
  • Diese Plattform sollte die gemeinsame Nutzung solcher Daten mit zahlreichen Betriebsverfahren, sowohl intern als auch extern, ermöglichen, um den Digitalen Zwilling aktiv und robust zu erhalten.
  • Wenn Sie ein Hersteller sind, muss Ihr Digitaler Zwilling mit der Realität des Unternehmensrahmens und den sich wandelnden Geschäftskriterien übereinstimmen.
  • Er ermöglicht zukünftige „What if”-Szenarien. Der Digitale Zwilling sollte nicht nur für den aktuellen Zustand der Supply Chain stehen, sondern auch für ihre Zukunft. Er sollte die vollständige Bewertung von Strategien und die Evaluierung strategischer Alternativen einer Lieferkette erleichtern, z.B. strategische Beschaffung, Netzwerkumrisse, Transporteinkauf, saisonbedingte vorgefertigte Optionen, vorgefertigte Saison- und Sortimentsauswahl, etc.
  • Er erleichtert eine Darstellung der operativen Prozesse. Der Digitale Zwilling soll die Bewahrung der Unternehmensvorschriften und der Randbedingungen für operative Entscheidungen ermöglichen, z.B. Service-Levels, Erfüllungsprioritäten, Prognosegenauigkeit, Wiederaufstockungsfrequenzen, etc.
  • Ein realisierbarer Digitaler Zwilling sollte eine horizontal ausgerichtete Entscheidungen erleichtern, und zwar über das gesamte Angebot, die Beschaffung, den Produktionsbetrieb, den Bestand, die Bedarfsdeckung, die Produktion und den Transport, verbunden mit einem finanziellen Wert, der in der Gruppe entsteht, z.B. Total Cost to Serve( Gesamtservicekosten), Total Profit (Gesamtgewinn) usw.
  • Bei der Beurteilung der Auswirkungen einer Nachfrageschwankung auf die Materialbedingungen für Ihre Branche in der folgenden Woche oder auf das von Ihnen benötigte Transportvolumen.
  • Unterstützung der vertikalen Ausrichtung über mehrere Zeiteinstellungen hinweg. Ein Digitaler Zwilling sollte strategische und taktische Optionen fördern, um die operative Entscheidungsfindung in einem Unternehmen zu beeinflussen, wobei die vertikale Ausrichtung über mehrere Zeitrahmen hinweg unterstützt wird.

Ein Digitaler Zwilling sollte eine Infrastrukturanpassung sowohl sofort als auch geplant durchführen und die Ansätze zur Überprüfung Ihrer Strategien und zur Durchführung Ihrer Pläne miteinander in Beziehung setzen.

Gemeinsame Verwendung von Digital Twins

Ein außergewöhnlicher Digitaler Zwilling sollte den Aufbau eines globalen Vertriebsnetzes ermöglichen, indem er mehrere Szenarien verwendet, Ihre Logistikkosten einmal im Jahr senkt, die Verbindung zwischen Ihren Verkäufern zu Ihrem Point-of-Sale saisonbedingt verbessert, Ihre Bestandsfinanzierungsziele regelmäßig bewertet und das Netzwerk täglich neu auflädt. Dabei sollte er alle Supply Chain-Entscheidungen, -Taktiken, -Strategien und -Tätigkeiten angemessen verwalten.

Weitere Kommentare: Digital Twin ist nach wie vor eine blühende Technologie, deren Rückhalt mit den Quelldaten aus zahlreichen Systemen verknüpft ist. Die horizontale Ausrichtung der Entscheidungen auf einen CTS-Ansatz (Total Cost to Serve) ist die Mühe wert und stellt eine konstante und wichtige Einsparung in jedem einzelnen Fall und in den kommenden Jahren dar.

David Food ist der Strategie-Direktor für Prophetische Technologie. Er bringt eine bedeutende Bandbreite an Kompetenzen, Innovationen und Fähigkeiten in der Nutzung von Software und Technologie zur Verbesserung der Lieferketten, zur Entwicklung des Marketings und zur Erschließung des Geschäftspotenzials mit kollaborativen oder unternehmensweiten Lösungen mit, sei es global oder lokal.

Foto: Pixabay

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