Mit der im Bundeskabinett verabschiedeten Fortschreibung der Strategie Künstliche Intelligenz (KI) der Bundesregierung aus dem Jahr 2018 setzen sich die zuständigen Ministerien Ziele für die kommenden Jahre und aller Voraussicht nach auch über die Legislaturperiode hinaus.

Bis 2025 sollen die Investitionen des Bundes in KI aus Mitteln des Zukunftspaketes von drei auf fünf Milliarden Euro erhöht werden. eco – Verband der Internetwirtschaft e. V. begrüßt die Bestrebungen der Bundesregierung, Innovationen im Technologiefeld Künstlicher Intelligenz voranzubringen und langfristig in Wirtschaft und Gesellschaft zu verankern.

„Die Bundesregierung hat heute ein wichtiges Signal in Richtung KI-Forschung gegeben und damit den Grundstein für die digitalen Innovationen der Zukunft gelegt“, sagt der eco Vorstandsvorsitzende Oliver Süme. „KI wird die Art, wie wir leben und arbeiten und damit unsere Gesellschaft als Ganzes positiv und nachhaltig verändern. Trotz aller Herausforderungen, vor die uns die Corona-Pandemie aktuell stellt, dürfen wir unser Ziel, dass Deutschland zum attraktivsten KI-Forschungsstandort der Welt wird, nicht vorläufig auf Eis legen oder gar aus den Augen verlieren.“ Der eco Vorstandsvorsitzende begrüßt darum, dass mit den neuen Vorhaben jetzt auch verstärkt der Transfer in die Wirtschaft als Thema wahrgenommen wird. In der ursprünglichen Strategie war dazu noch wenig Konkretes zu finden. Die Integration von KI in Förderprogramme und Hubs stellen hier einen echten Fortschritt dar.

Positiv bewertet eco auch den Ansatz zur Regulierung von Künstlicher Intelligenz, der laut der KI-Strategie vor allem auf Normung und Standardisierung basieren soll und von einer vorgreifenden ex-ante Regulierung absieht. „Eine vorschnelle pauschale Regulierung von Künstlicher Intelligenz hilft der Industrie nicht.“ Hingegen können klare Erlaubnistatbestände für bestimmte Lösungen oder Anwendungszwecke einen enormen Schub für die Wirtschaft bedeuten und helfen die riesigen KI-Potenziale tatsächlich auch zu heben. In diesem Kontext wird auch die noch ausstehende Datenstrategie der Bundesregierung entscheidend sein, deren Veröffentlichung eco mit Spannung erwartet. Unklar bleibt dann noch, wie sich die Bundesregierung hinsichtlich der KI-Regulierung innerhalb der EU verhalten wird. „Hier ist die Bundesregierung jetzt aufgefordert klar zu priorisieren, sie muss auch bei der europäischen KI-Entwicklung ihre Schwerpunkte setzen, damit es bei der KI-Strategie nicht nur beim Wunschzettel bleibt“, fordert Süme.

eco Studie zeigt KI-Potenziale

Welches Potenzial Künstlicher Intelligenz allein in Deutschland für die Wirtschaft bereithalten könnte, zeigt auch eine Ende des vergangenen Jahres veröffentlichte gemeinsame Studie des eco Verbands und Arthur D. Little, unterstützt vom Vodafone Institut. Wird KI bundesweit flächendeckend eingesetzt, ist demnach bis 2025 ein Wachstum des Bruttoinlandprodukts von über 13 Prozent möglich, was einem Gesamtpotenzial von rund 488 Milliarden Euro entspricht.

Foto: www.vpnsrus.com

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