Im vergangen Jahr wurden insgesamt 155 Passagierflugzeuge in Frachtflugzeuge umgerüstet.

Infolge der Corona-Pandemie haben 2020 abgenutzte Passagierflugzeuge ihren zweiten Frühling erlebt und wurden zu Frachtflieger umfunktioniert. So hat sich im Mai 2020, um den Corona-Engpässen entgegenzuwirken, unter anderem DB Schenker dazu entschieden drei Boeing 767-Passagierflugzeuge von Icelandair zu Frachtern umzubauen. Dadurch dass die Passagiersitze entfernt wurden, sind zusätzliche 200 Kubikmeter Laderaum im Bauch und auf dem Passagierdeck entstanden.

Laut der Studie Airline Insight Review 2020 der Forschungsagentur Cirium wurden im letzten Jahr insgesamt 155 Passagierflugzeuge in Frachtflugzeuge umfunktioniert, berichtet nieuwsbladtransport.nl. Spitzenreiter beim Umbau waren chinesische Fluggesellschaften. Diese Information überrascht nicht, den die chinesische Regierung hat lokale Fluggesellschaften stark unterstützt und die Umrüstungskosten bis zu 80 Prozent subventioniert.

Laut Cirium wird sich der Trend aber nicht langfristig fortsetzen, da die Nutzung von umgebauten Passagierflugzeugen deutlich kostenspieliger ist. Nicht nur das Be- und Entladen muss manuell erfolgen, was zeitaufwändig ist, aber auch eine Konsolidierung der Sendungen ist nicht möglich. Darüber hinaus ist die Nutzlast im Vergleich zu einem Frachtflugzeug begrenzt.

Foto: Air Canada

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