„Ich begrüßte eine verstärkte Zuwanderung." Sagte Hans-Otto Schrader, Vorsitzender des Vorstands der Otto Group, auf einer Podiumsdiskussion zum Thema „Intelligent wachsen" auf dem 27. Deutschen Logistik-Kongress der Bundesvereinigung Logistik in Berlin fand damit bei allen Beteiligten Zustimmung.Ob Bernhard Simon, Sprecher der Geschäftsführung bei Dachser, Monika Ribar, CEO von Panalpina, oder Robert Friedmann, Sprecher der Konzernführung von Adolf Würth, sie alle wollten von der Politik, dass sie Deutschland für qualifizierte Ausländer attraktiver machte. Die jetzige Einkommensgrenze von 66.000 Euro sei viel zu hoch, sodass im internationelen Wettbewerb man die schlausten Köpfe nach Deutschland zu führen.

 

Beim Thema Zuwanderung hat Deutschland deutlichen Nachholbedarf", kritisierte Friedmann von Würth die deutsche Politik. Otto-Chef Schrader stimmte ihm zu: „Es gibt keinen Gestaltungswillen der Politik, Deutschland für Ausländer attraktiver zu machen." Dabei geht es nicht ausschließlich um hochqualifizierte Zuwanderung, machte Friedmann klar: „ Der demografische Wandel muss Teil der Diskussion sein – und ohne Zuwanderung können wir den deutschen Status quo nicht aufrechterhalten." 

Der Mangel an Arbeitskräften führt schon heute dazu, dass das Wachstum behindert wird.„Wir könnten deutlich intelligenter wachsen, wenn wir bessere Leute hätten", meint Schrader. Besonders schwierig sei es in der IT- Branche qualifizierte Mitarbeiter zu finden. Dachser- Chef Simon sprach auch noch ein anderes Thema an, nämlich den Mitarbeiteraustausch innerhalb des Unternehmens. Dies sei nämlich ein großes Problem für die Unternehmen und das nicht nur in Deutschland. Es sei mittlerweile schon viel zu kompliziert einen Mitarbeiter innerhalb des Unternehmens für einige Monate beispielsweise in die USA zu schicken. Und so schließt Monika Ribar ab: „Wenn wir intelligent wachsen wollen, muss auch der Rohstoff Intelligenz mobil sein."

 

Autor: Koliński Peter

Ursprung: http://www.verkehrsrundschau.de/logistiker-fordern-vereinfachte-zuwanderung-979568.html

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