Der gesetzliche Mindestlohn liegt derzeit in Deutschland bei 9,35 Euro brutto je Zeitstunde, soll aber künftig deutlich steigen.Die Mindestlohn-Kommission hat jüngst einen Anpassungsbeschluss gefasst und ihren Bericht vorgestellt.

Die Mindestlohnkommission berät alle zwei Jahre über die Anpassung des Mindestlohns. Sie prüft dabei, welche Höhe geeignet ist, zu einem angemessenen Mindestschutz der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer beizutragen, faire und funktionierende Wettbewerbsbedingungen zu ermöglichen sowie Beschäftigung nicht zu gefährden. Sie orientiert sich dabei nachlaufend an der Tarifentwicklung.

Jetzt hat die Kommission eine schrittweise Erhöhung des Mindestlohns auf 10,45 Euro zum 1. Juli 2022 empfohlen. Die Erhöhungsschritte sind wie folgt:

  • zum 1.1.2021: 9,50 Euro
  • zum 1.7.2021: 9,60 Euro
  • zum 1.1.2022: 9,82 Euro
  • zum 1.7.2022: 10,45 Euro

Die Einführung des Mindestlohns in Deutschland 2015 war überfällig – und hat unser Land gerechter gemacht. Millionen Beschäftigte haben davon profitiert. Nun schlägt die Mindestlohnkommission eine weitere Erhöhung vor – in mehreren Schritten auf 10,45 Euro ab Juli 2022. Ich werde der Bundesregierung vorschlagen, diese Anpassung durch Rechtsverordnung verbindlich zu machen. Und ich werde im Herbst – nach Vorlage der Evaluation – Vorschläge für eine Weiterentwicklung des Mindestlohns unterbreiten. Denn der Mindestlohn ist gut – aber er kann noch besser werden, kommentierte der Bundesminister für Arbeit und Soziales Hubertus Heil.

Der Bericht und Beschluss wurden bereits an Bundesminister Heil übergeben. Dieser wird dem Bundeskabinett eine entsprechende Mindestlohnanpassungsverordnung zur Zustimmung vorlegen.

Foto: Pixabay/martaposemuckel

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