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Yusen Logistics setzt auf KI-Frühwarnsystem gegen Störungen in Lieferketten

Lesezeit 3 Min.

Ob Pandemie, geopolitische Verwerfungen, Engpässe in Häfen oder kurzfristige regulatorische Änderungen: Globale Lieferketten geraten immer häufiger und oft ohne lange Vorwarnung ins Wanken. Yusen Logistics bringt deshalb ein neues KI-gestütztes Werkzeug an den Start, das Verlader Risiken im Transport früher erkennen lässt – damit aus einem Ereignis nicht erst im Tagesgeschäft ein handfester Verzug wird.

Dieser Text wurde vollständig von einem Redakteur verfasst – basierend auf fachlichem Wissen, journalistischer Erfahrung und sorgfältiger Recherche. Künstliche Intelligenz kam dabei nicht zum Einsatz.

Die Lösung heißt Supply Chain Disruption Radar. Dahinter steckt die Idee, viele Informationsquellen parallel auszuwerten – von internationalen Nachrichten über Hinweise von Carriern bis hin zu operativen Daten auf Sendungsebene. Entscheidend ist dabei nicht „mehr Daten“, sondern eine Einordnung: Was bedeutet ein Ereignis konkret für Transport, Bestellungen und Warenflüsse?

Weg vom Krisenmodus, hin zum Frühwarnsignal

Im Alltag soll das System frühe Hinweise auf potenzielle Störungen sichtbar machen, zum Beispiel:

  • Verzögerungen in Häfen,
  • Unterbrechungen auf wichtigen Handelsrouten,
  • Überlastungen im Transport,
  • Risiken durch Umleitungen und Umrouting,
  • Probleme infolge von Konflikten oder politischen Spannungen.

Im Mittelpunkt steht die Verknüpfung mit realen Sendungen: Das Tool prüft, welche Container, Bestellungen oder Warengruppen betroffen sein könnten – und gibt anschließend kurze, praxisnahe Handlungsempfehlungen für den operativen Betrieb.

Yusen Logistics betont zudem, dass das System in die eigene Visibility-Plattform Yusen Vantage Performance eingebunden ist, die für das End-to-End-Monitoring genutzt wird.

Planbarkeit wird zum Wettbewerbsfaktor

In den vergangenen Jahren hat die Transport-, Speditions- und Logistikbranche die Folgen globaler Unsicherheiten besonders deutlich gespürt. Störungen rund um das Rote Meer, breitere geopolitische Spannungen, begrenzte Hafen-Kapazitäten und infrastrukturelle Probleme zeigen, wie schnell klassische Planungsansätze an Grenzen stoßen.

Als Reaktion darauf erhöhen Logistikdienstleister und Spediteure ihre Investitionen vor allem in:

Moderne Systeme sollen dabei weniger auf das Reagieren nach dem Ausfall setzen, sondern früher abschätzen helfen, welche Folgen eine mögliche Störung für laufende Transporte haben kann.

Aus Informationsflut werden Entscheidungen

Eine der größten Herausforderungen im Supply-Chain-Management bleibt die Masse an Informationen – und die Frage, welche Entwicklung tatsächlich eine konkrete Sendung beeinflusst.

Nach Angaben von Yusen Logistics soll das neue System Ereignisse filtern und nur das hervorheben, was für einen bestimmten Kunden oder eine einzelne Sendung operativ relevant ist. Die KI bewertet mögliche Auswirkungen auf Liefertermine und liefert Hinweise, welche Schritte helfen können, Risiken zu reduzieren.

„Unternehmen brauchen heute nicht einfach mehr Daten – sie brauchen Informationen, die Entscheidungen sicherer machen“, sagt Irene Tung, Head of Supply Chain Solutions bei Yusen Logistics.

KI gewinnt im Supply-Chain-Management an Bedeutung

Der Start passt in den breiteren Digitalisierungstrend der Logistik. Immer mehr Unternehmen testen Lösungen, die operative Daten mit globaler Ereignisanalyse, Störungsprognosen und automatisierten Empfehlungen für Transport- und Einkaufsteams verbinden.

Der Druck, Lieferketten widerstandsfähiger zu machen, ist besonders hoch in Bereichen mit:

  • Just-in-time-Produktion,
  • interkontinentalen Transporten,
  • Waren mit hoher Umschlaggeschwindigkeit,
  • mehrstufigen Liefernetzwerken.

Yusen Logistics ist in 46 Ländern und Regionen aktiv, betreibt mehr als 748 Standorte und beschäftigt rund 25.000 Mitarbeitende. Zum Leistungsspektrum zählen unter anderem internationale Spedition, Kontraktlogistik und Supply-Chain-Management.

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