Quantron und HyperView

Nach der Insolvenz: Quantron plant 100 Fahrzeuge für Europa

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Quantron plant, bis Ende 2026 insgesamt 100 batterieelektrische und wasserstoffbetriebene Nutzfahrzeuge bei europäischen Kunden einzusetzen. Parallel gründet die deutsche Marke gemeinsam mit HyperView das Joint Venture Quantron China. Der Neustart ist damit ein wichtiger Praxistest für die internationalen Pläne des Unternehmens.

Dieser Text wurde vollständig von einem Redakteur verfasst – basierend auf fachlichem Wissen, journalistischer Erfahrung und sorgfältiger Recherche. Künstliche Intelligenz kam dabei nicht zum Einsatz.

Gemeinsam mit HyperView gründet Quantron das Gemeinschaftsunternehmen Quantron China. Das Unternehmen mit Sitz in Shaoxing soll eine neue Generation batterieelektrischer und wasserstoffbetriebener Lkw und Busse entwickeln. Als industrieller Fertigungspartner ist der Elektronikkonzern Foxconn vorgesehen.

Der erste Praxistest beginnt jedoch deutlich früher. Quantron kündigt an, bis Ende 2026 die ersten 100 Fahrzeuge unter realen Bedingungen bei europäischen Kunden einzusetzen.

100 Fahrzeuge bis Jahresende im Kundeneinsatz

Nach Angaben von Quantron dient die Flotte der Erprobung der geplanten Gen2-Plattform. Im laufenden Betrieb sollen Daten zu Energieverbrauch, Verfügbarkeit, Fahrleistung und den Erfahrungen der Kunden gesammelt werden. Bei welchen Kunden die Fahrzeuge eingesetzt werden, ist bislang offen. Auch die genaue Aufteilung zwischen batterieelektrischen und wasserstoffbetriebenen Modellen wurde noch nicht bekannt gegeben.

Unklar ist zudem, welche Modelle ausgeliefert werden, wo die Produktion stattfindet und nach welchem Zeitplan die Fahrzeuge zu den Kunden gelangen.

Andreas Haller, Gründer von Quantron und CEO der Haller Group, sagte: Die ersten 100 Fahrzeuge zeigen, dass es sich nicht um eine Vision für die ferne Zukunft handelt. Die Fahrzeuge sollen noch in diesem Jahr im Kundeneinsatz Erfahrungen sammeln, die anschließend in die Entwicklung der nächsten Fahrzeuggeneration einfließen.

Foxconn als industrieller Fertigungspartner

Foxconn soll die industrielle Produktion der geplanten Lkw- und Busplattformen ermöglichen. Damit will Quantron skalierbare Fertigungsstrukturen und eine international ausgerichtete Lieferkette schaffen. Die Partner sollen dabei unterschiedliche Rollen übernehmen: Quantron und HyperView bilden das Joint Venture Quantron China. Foxconn ist als industrieller Fertigungspartner und nicht als Anteilseigner des Gemeinschaftsunternehmens vorgesehen.

Im Mittelpunkt des längerfristigen Projekts steht die Gen2-Plattform für batterieelektrische und brennstoffzellenbetriebene Lkw sowie Busse. Geplant sind unter anderem ein neues Fahrerhaus, eine verbesserte Aerodynamik und vernetzte Flottenfunktionen. Außerdem soll die Plattform die technischen Voraussetzungen für spätere Funktionen des autonomen Fahrens schaffen.

Das erste Gen2-Fahrzeug soll im ersten Halbjahr 2027 vorgestellt werden. HyperView bringt dafür seine Kenntnisse im Bereich intelligenter Fahrzeugsysteme und Technologien für das autonome Fahren ein.

Neustart nach der Insolvenz

Der geplante Ausbau folgt weniger als zwei Jahre nach den erheblichen finanziellen Problemen der früheren Quantron AG. Ein Gericht in Augsburg ordnete am 29. Oktober 2024 ein vorläufiges Insolvenzverfahren an. Am 1. Januar 2025 wurde das reguläre Insolvenzverfahren eröffnet.

Am 1. April 2025 übernahm die Andreas Haller Holding im Rahmen eines Asset Deals die relevanten Vermögenswerte der Quantron AG sowie den verbliebenen Personalstamm von 35 Beschäftigten. Die frühere Gesellschaft bestand nicht fort. Die Marke Quantron wurde anschließend innerhalb der Haller Group weitergeführt.

Anfang 2026 wurde Quantron offiziell wieder in die Aktivitäten der Haller Group rund um emissionsfreie Nutzfahrzeuge integriert. Das aktuelle Vorhaben wird zeigen, ob die Marke ihre internationalen Pläne in den operativen Einsatz bei Kunden überführen kann. Der erste Meilenstein ist für Ende 2026 geplant: Bis dahin sollen 100 Fahrzeuge in europäischen Flotten eingesetzt werden.

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