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Lidl und Einride bringen autonomen Lkw auf die Straße

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In Deutschland ist erstmals ein fahrerhausloser Elektro-Lkw mit SAE-Level 4 für den täglichen Güterverkehr auf einer öffentlichen Straße zugelassen worden. Einride und Lidl setzen das autonome Fahrzeug nun auf einer regulären Belieferungsroute des Einzelhandels ein.

Dieser Text wurde vollständig von einem Redakteur verfasst – basierend auf fachlichem Wissen, journalistischer Erfahrung und sorgfältiger Recherche. Künstliche Intelligenz kam dabei nicht zum Einsatz.

Der Lkw transportiert bereits Waren zwischen einem Lidl-Logistikstandort und einer Filiale in Deutschland. Weder ein Fahrer noch ein Sicherheitsoperator ist an Bord. Nach Angaben von Einride findet der Betrieb auf Grundlage einer offiziellen Genehmigung des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) statt. Das Unternehmen bezeichnet sie als erste Genehmigung dieser Art in Deutschland für einen fahrerhauslosen Lkw der Stufe 4 im täglichen Logistikbetrieb.

Bei SAE-Level 4 übernimmt das Fahrzeug innerhalb eines festgelegten Einsatzbereichs die gesamte Fahraufgabe selbst. Anders als bei niedrigeren Automatisierungsstufen muss kein Mensch bereitstehen, der während des Betriebs die Kontrolle übernimmt.

Der Einsatz geht damit über einen Test auf einem abgesperrten Gelände oder eine reine Vorführung hinaus. Der Lkw befördert echte Waren im Rahmen der regulären Abläufe von Lidl und nutzt dabei eine Route, die auch über öffentliche Straßen führt.

Das Genehmigungsverfahren in Deutschland gehört zu den strengsten weltweit. Die dort erteilte Freigabe gibt uns eine solide Grundlage, um mit Zuversicht weiter zu wachsen, sagte Roozbeh Charli”, CEO von Einride.

Lidl plant autonomen Rundlauf mit mehreren Stopps

Der aktuelle Einsatz verbindet einen Lidl-Logistikstandort mit einer Filiale. Die Partner wollen die Strecke jedoch weiterentwickeln. Als nächsten Schritt plant Einride einen vollständigen Rundlauf mit mehreren Stopps. Zudem sprechen die Partner über weitere autonome Anwendungen bei anderen Unternehmen der Schwarz Group.

Lidl versteht das Projekt als Praxistest dafür, wie sich autonome Technologie langfristig in das eigene Logistiknetz integrieren lässt. Nach Darstellung des Händlers handelt es sich damit nicht um eine einmalige Technologiedemonstration.

Thomas Dangelmayer, der bei Lidl Deutschland für die operative Logistik verantwortlich ist, erklärte, der Händler prüfe Schritt für Schritt, wie solche Systeme künftig in die Abläufe an den eigenen Standorten eingebunden werden könnten.

Nach Einschätzung von Einride und Lidl kann die Technologie langfristig dazu beitragen, dem Fahrermangel zu begegnen, die Lieferkontinuität zu sichern und Lieferketten widerstandsfähiger zu machen.

Zu Beginn dieses Jahres hatte Einride zudem eine Kooperation mit DAF angekündigt. Dabei soll die autonome Fahrtechnik in die Lkw-Plattform des Herstellers integriert werden. Das Unternehmen sieht darin einen weiteren Schritt auf dem Weg zu einem kommerziellen Güterverkehr mit Fahrzeugen der Automatisierungsstufe 4.

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