Im Kampf gegen das Coronavirus setzt Österreich auf härtere Maßnahmen und erlässt eine Verordnung, welche für Einreisende aus Italien neue Pflichten mit sich bringt. Auch die Schweiz kontrolliert Einreisende.

Das Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz in Österreich hat jüngst eine Verordnung veröffentlicht, laut der ab morgen ( 12.03)  neue Maßnahmen bei der Einreise aus Italien zu beachten sind.

Österreichische Staatsbürger oder Personen,die ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in Österreich haben, sind bei Einreise verpflichtet eine 14-tägige selbstüberwachte Heimquarantäne anzutreten.

Alle anderen Personen, die von Italien nach Österreich einreisen, müssen ein ärztliches Zeugnis (in deutscherenglischer oder italienischer Sprache) über ihren Gesundheitszustand mit sich führen und vorweisen, dass der molekularbiologische Test auf SARS-CoV-2 negativ ist. Dieses darf bei der Einreise nicht älter als vier Tage sein.

Die Durchreise durch Österreich ist erlaubt,  jedoch ohne Zwischenstopp und nur sofern die Ausreise sichergestellt ist. Kontrollen der Tankanzeige sind möglich.  Binnengrenzen zwischen Italien und Österreich im Verkehr zu Lande dürfen nur an Grenzübergangsstellen überschritten werden, informiert das BMSGPK auf seiner Homepage.

Die Maßnahmen gelten ab 12. März bis 3. April.

 

Neun Grenzübergänge zu Italien geschlossen

Auch die Schweiz hat sich für engmaschige Kontrollen an der Grenze zu Italien entschieden, berichtet die „Aargauer Zeitung”.

Seit Montag gibt es an der Grenze ein Monitoring über die Einhaltung der italienischen Dekrete. Personen werden risikobasiert kontrolliert und über ihren Grund für die Einreise befragt. Es gibt 83 Kontrollposten, sagte Christian Bock, Direktor Eidg. Zollverwaltung, EFD der Zeitung gegenüber.
Im Tessin wurden neun kleinere Grenzgänge zu Italien geschlossen, damit der Grenzverkehr auf größere Grenzübergänge gelenkt wird. Betroffen sind: Pedrinate, Ponte Faloppia, Novazzano Marcetto, San Pietro di Stabio, Ligornetto Cantinetta, Arzo, Ponte Cremenaga, Cassinone und Indemini, berichtet die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV). Für Grenzgänger bleibt die Grenze weiterhin offen, intensiviert wurden aber stichprobenartige Kontrollen.

Die Möglichkeit einer völligen Grenzschließung zu Italien wurde vorerst dementiert.

Foto: Pixabay/geralt/public domain

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