Stückgut ist nichts anderes als eine Teilladung (LTL – Less than Truck Load). Diese Art von Waren mit relativ kleinen Abmessungen ist in Einzelpaketen untergebracht. Dadurch können verschiedene Stückgüter im Rahmen eines Transports kombiniert werden. Der Inhalt eines Fahrezeugs mit Stückgut ist oft eine Sammlung von Waren von verschiedenen Lieferanten, und die für die Spedition verantwortliche Person muss die Tatsache berücksichtigen, dass die Ladungen, die sich an Bord eines Fahrzeugs befinden, verschiedene Orte und verschiedene Kunden erreichen müssen. Dies erschwert die Lieferorganisation.

Beim Versand des Stückguts ist eine entsprechende Kennzeichnung erforderlich. Es ist besonders wichtig, um einerseits das Beschädigungsrisiko zu reduzieren und andererseits den Inhalt der Sendung zu identifizieren (was befindet sich in dem jeweiligen Paket und wie soll man damit vorgehen). Die Waren sollten so verpackt sein, dass sie eine Einheit bilden (z. B. mehrere Packungen oder Käfige zu einer Sammelladeeinheit zusammenfügen). Es ist möglich, mehrere Kartons, Schachteln oder Flaschen zu einer so genannten Ladeeinheit zu kombinieren, z.B. durch Zusammenbinden, durch Verpacken in ein Paket oder in einen Container (Materialien in einen speziellen Container laden) oder durch Stapeln auf Paletten. Dies vereinfacht erheblich die Handhabung, Lagerung und Zählung von Waren.

Beim Transport und Umladen von Stückgut ist Vorsicht geboten, es ist wichtig, die richtige Verpackung für das Stückgut zu wählen, um es möglichst vor Verlusten, Vernichtung, Beschädigungen und den schädlichen Auswirkungen sogenannter Umweltfaktoren zu schützen.

Standardisierung beschleunigt das Beladen

Für Belader ist die Standardisierung von Transporteinheiten sehr wichtig, was die Prozessplanung erheblich vereinfacht. Standardisierte Sendungen minimieren die Herausforderungen bei der Beladung. Dadurch erfolgt sie wesentlich schneller als ohne Standardisierung. Bei niedrigen, leichten Paletten mit Standardabmessungen lohnt es sich, entsprechende Lösungen zu verwenden, wie zum Beispiel Auflieger mit Doppelboden. Dank ihnen kann man mehr Paletten auf einmal transportieren und somit die Transportkosten senken.

Das Optimierungssystem ist hauptsächlich nützlich, wenn das Laden sehr kompliziert ist oder lange Zeit benötigt, um es richtig auszuführen. Bei hohen Paletten mit regelmäßigen Abmessungen, z.B. EUR, wird ein solches System nicht benötigt, aber wenn die Verpackungen unterschiedliche Abmessungen haben, ist seine Verwendung empfehlsam. Es schlägt dann einen optimalen Plan vor – informiert, in welcher Reihenfolge die einzelnen Sendungen geladen werden sollen. Es verkürzt die Ladezeit und ermöglicht eine bessere Nutzung des Laderaums. Die Möglichkeiten solcher Systeme können jedoch nur dann voll ausgeschöpft werden, wenn vollständige Verpackungsdaten verfügbar sind.

Michał Kołodziejski, Direktor des maritimen Produkts DHL Global Forwarding erinnert daran, dass der Stückguttransport hauptsächlich von Kunden benutzt wird, die nicht genug Ladung in eine bestimmte Richtung transportieren, um den gesamten Container zu füllen.

Dies kann sich aus dem geringen Handelsvolumen ergeben, aber auch aus den kleinen Parametern der transportierten Produkte, unter der Annahme ihrer relativ niedrigen Stückpreise. In einigen Branchen, z.B. Konfektion, zieht die Sortimentsvielfalt auch eine Vielzahl von Geschäftspartnern (Warenquellen) an, die perfekt vom Sammelguttransport unterstützt werden könen – eine große Anzahl relativ kleiner Sendungen. In diesen Fällen ist es auch möglich, die Waren von verschiedenen Spediteuren, den sog. Buyers Consols, zu konsolidieren – sagt Michał Kołodziejski.

Internationaler Stückguttransport – worauf sollte man achten

Es gibt viele Meinungen darüber, dass der internationale Markt für Sammelguttransport für Logistikbetreiber mit globaler oder europäischer Reichweite reserviert ist. Dies wird jedoch in der Praxis nicht bestätigt, da immer mehr Transportunternehmen, die bislang nur mit dem Lkw-Komplettverkehr verbunden waren, ihren Kunden diesen Service anbieten, indem sie mit internationalen Partnern zusammenarbeiten.

Diese Lösung mag billiger sein, weicht aber in der Regel von den Standards ab, die in Unternehmen mit einem eigenen Stückgutnezwerk allgemein akzeptiert werden. Das erste Problem besteht darin, Importtransporte zu bestellen. Wenn man mit einem globalen Unternehmen zusammenarbeitet, muss man den Lieferanten lediglich darüber informieren, dass er seine lokale Niederlassung mit dem Transport im jeweiligen Land beauftragen soll, damit das Paket den Empfänger problemlos erreicht. Mit Track & Trace kann man die Sendungsstrecke jederzeit verfolgen und bei Bedarf ihre Zustellung beschleunigen, indem sie in einem der Umladeterminals zu einem speziellen Fahrzeug umgeladen wird – dies haben wir in der DSV Road gehört.

Ein zusätzliches Element ist auch die Verbindung der Betriebssysteme des Kunden mit dem TMS des Betreibers, so dass alle Operationen automatisch ablaufen.

Im Falle einer Kooperation mit einem Unternehmen, das kein eigenes Netzwerk, aber dafür viele verschiedene ausländische Partner besitzt, sind viele dieser Elemente nicht ausführbar – sagen Vertreter von DSV Road.

Die Praxis zeigt, dass die richtige Organisation von den Kunden selbst durchgesetzt wird. Für einige ist der niedrige Preis entscheidend, für andere ist die Lieferzeit am wichtigsten. Ein Beispiel ist ein garantierter Lieferservice, bei dem der Kunde sowohl einen bestimmten Liefertag als auch die konkrete Uhrzeit wählen kann. Er kann auch die Lieferzeit so weit wie möglich verkürzen.

Sammelguttransport – Beförderung und zusätzliche Serviceoptionen

Für Kunden mit großen, regelmäßigen Ladeströmen sind die Abholzeiten von Versanddepots besonders wichtig. Betreiber verwenden „”maßgeschneiderte”” Lösungen. Viele Unternehmen beschließen, auf lokale Lagerhäuser zugunsten eines regionalen Lagers zu verzichten, von dem aus der ganze Vertrieb ausgeführt wird.

Fehlerlosigkeit, Schnelligkeit und Pünktlichkeit der Lieferungen sowie ein ausgedehntes Netz von Verbindungen, das ganz Europa umfasst, sind die Schlüsselelemente, die von denjenigen berücksichtigt werden, die einen guten Logistikpartner im Bereich Stückgut suchen – sagt Grzegorz Lichocik, Geschäftsführer von Dachser in Polen.

Der Betreiber liefert beispielsweise täglich im Rahmen der Dienstleistung von Dachser DIY Logistics Sendungen zu 18 Tausend Märkten der „Haus und Garten”-Art in ganz Europa.

Wir bieten auch Dienstleistungen an, die über die Produktdistribution selbst hinausgehen, einschließlich Qualitäts- und Quantitätskontrollen, Etikettierung, Neuverpackung und Handhabung von Reklamationen und Lagerung von saisonalen Produkten – zählt Grzegorz Lichocik auf.

Kunden, die einen Logistikbetreiber suchen, sollten auch die Vollständigkeit des Angebots berücksichtigen. So ist es beispielsweise wichtig, dass der Betreiber im Rahmen von Stückgutsendungen auch Umladungen, Konsolidierungen oder Entkonsolidierungen von Waren anbietet. Dazu kommen auch andere Aktivitäten wie: Zollservice, Palettierung, Folierung, Rückgabe von Dokumenten, Wertdeklaration, Frachtversicherung.

Fot: Krone

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