Der Vorfall ereignete sich in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch, den 21. Januar. Erneut zeigt der Fall, dass Diebstahl von hochwertiger Fracht nach wie vor zu den größten Bedrohungen für den Straßentransport in Europa zählt.
Der Sattelauflieger verschwand während eines Übernachtungsstopps
Nach Angaben der Polizei in Krefeld war der LKW am Promenadenweg abgestellt. Unbekannte Täter kuppelten den Sattelauflieger ab und fuhren damit davon, während die Sattelzugmaschine vor Ort zurückblieb.
Der Fahrer bemerkte gegen 5 Uhr morgens, dass der Sattelauflieger fehlte. Die Polizei wurde von einem Mitarbeiter der Spedition informiert, woraufhin eine Streife zum Einsatzort entsandt wurde. Die Ermittler haben bislang nicht offengelegt, wie die Täter das Gelände absicherten oder mit welchem Fahrzeug sie den Sattelauflieger abtransportierten.
Elektronik‑Fracht im Wert von mindestens 1,5 Millionen Euro
Der gestohlene Sattelauflieger enthielt mehr als 30 Paletten mit elektronischem Zubehör für Videospiele, darunter Rennlenkräder und Pedale. Nach Angaben der Polizei beträgt der Wert der Ware mindestens 1,5 Millionen Euro.
Die Ladung sollte noch am selben Tag an den Empfänger in den Niederlanden geliefert werden. Der Diebstahl bedeutet nicht nur erhebliche finanzielle Verluste, sondern auch Störungen in der internationalen Lieferkette.
Ermittlungen wegen schweren Diebstahls
Die zuständige Kriminalpolizei in Krefeld hat die Ermittlungen übernommen. Es wird wegen schweren Diebstahls ermittelt, und die Beamten führen intensive Maßnahmen durch, um die Täter zu ermitteln.
Die Polizei bittet um Hinweise von Zeugen, die in der betreffenden Nacht im Bereich Promenadenweg beobachtet haben, wie der Sattelauflieger abtransportiert wurde oder verdächtige LKW‑Manöver auffielen.
Warnsignal für die Transportbranche
Der Diebstahl in Krefeld reiht sich ein in eine Reihe ähnlicher Fälle, bei denen hochwertige Fracht, insbesondere Elektronik im internationalen Verkehr entwendet wird. Der Vorfall zeigt deutlich: ein Übernachtungsstopp abseits gesicherter Parkplätze birgt nach wie vor ein hohes Risiko, das Verluste in Millionenhöhe nach sich ziehen kann.
Branchenexperten fordern seit Jahren den Ausbau sicherer Parkinfrastruktur und effektivere Sicherheitsmaßnahmen für Sattelauflieger und ihre Ladung. Der aktuelle Fall aus Nordrhein‑Westfalen unterstreicht einmal mehr, dass diese Problematik weiterhin dringend adressiert werden muss, für Frachtführer und Logistikdienstleister gleichermaßen.








