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Wegen vieler Unfälle, die zuletzt passiert sind, fordert eine Initiative aus dem Kanton Tessin, dass Lastwagen ohne moderne Sicherheitssysteme nicht mehr durch die Schweizer Alpen fahren dürfen.

Am 13. Dezember 2017 sind bei einer Frontalkollision im Schweizer Gotthard-Tunnel zwei Menschen ums Leben gekommen. Ein Auto kam von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen entgegenkommenden Lkw aus der Schweiz. Vier Menschen wurden zudem verletzt. Am Tunnel entstand Sachschaden. Im Mai 2017 fuhr vor dem Gotthard-Südportal ein Lastwagen auf einen anderen auf; einer der beiden Fahrer kam ums Leben.

Nur Lkw mit Sicherheitssystemen

Die Standesinitiative des Tessiner Kantonsparlaments hebt hervor, dass man das Risiko solcher Kollisionen senken kann. Verfügen LKW in Zukunft nicht über jene Sicherheitssysteme, die in der – seit 2015 geltenden – Verordnung über die technischen Anforderungen an Strassenfahrzeuge aufgeführt sind, so sollen sie in der Schweiz auf den Strecken in den Alpen weder Tunnels noch Pässe befahren dürfen.

Zur notwendigen Ausrüstung zählen unter anderem Notbremse- und Spurwechselassistenten.

Die Standesinitiative will das Fahrverbot so schnell wie möglich einführen.

Es ist möglich, die Sicherheit kurzfristig zu erhöhen. Wir müssen nicht auf Bauprojekte warten, die wie die zweite Gotthardröhre erst in ferner Zukunft vollendet sind”, sagt der Tessiner SP-Kantonsrat Bruno Storni.

Kritik an der Standesinitiative übt dagegen der Schweizerische Nutzfahrzeugverband (Astag).

Die heutigen Sicherheits- und Assistenzsysteme vermögen zwar die Sicherheit zu erhöhen, ein Allheilmittel sind sie aber nicht”, sagt der Astag-Präsident Adrian Amstutz.

Mit der Standesinitiative beschäftigen sich erstmals Bundesparlamentarier am nächsten Montag.

Quelle: Tages-Anzeiger

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