Wirtschaftsmetropole Shanghai führt Corona-Lockdown ein

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Aufgrund steigender Corona-Zahlen wurde in Shanghai nun doch ein harter Lockdown verhängt. Besonders Logistikunternehmen sind besorgt.

Wirtschaftsmetropole Shanghai führt Corona-Lockdown ein
Foto: AdobeStock_Eugene

Der Lockdown in Shanghai wird in zwei Phasen erfolgen. Zunächst gilt er bis Freitag für die östlichen Stadtbezirke Pudong, Fengxian, Jinshan und Chongming sowie teilweise in Minhang, dann wird er im Bezirk Puxi eingeführt. Einwohner der betroffenen Stadtteile dürfen ihre Wohnungen nicht verlassen.

Die kritische Infrastruktur wie der Hafen von Shanghai, Flughäfen sowie der Bahn- und Frachtverkehr soll vorerst aufrecht erhalten werden, der Güterverkehr wird aber teilweise nur eingeschränkt möglich sein.

Der LKW-Transport ist vorerst noch in den Haupthäfen Chinas und in nahe gelegenen Städten verfügbar, vorausgesetzt die Fahrer können einen von den lokalen Behörden angeforderten negativen NAT-Test vorlegen. Wir gehen auch davon aus, dass sich der LKW-Verkehr zwischen Shenzhen und den nahe gelegenen Städten allmählich normalisieren wird, während der LKW-Verkehr nach/aus Shanghai aufgrund einer vollständigen Abriegelung der Shanghaier Bezirke Pudong und Puxi bis zum 5. April um 30 % beeinträchtigt sein wird. Folglich ist mit längeren Lieferzeiten und einer Erhöhung der Transportkosten und Umleitungs- und Autobahngebühren zu rechnen, informiert die Container-Reederei  Maersk auf ihrer Webseite.

Lieferengpässe auch in Deutschland?

Der kurzzeitige Lockdown wird auch unmittelbar Einfluss auf die deutsche Wirtschaft haben, da ein Großteil der in China tätigen deutschen Unternehmen ihre Niederlassungen in der Hafenmetropole Shanghai hat. Maximilian Butek von der Auslandshandelskammer in Shanghai geht im Gespräch mit der ARD davon aus, dass mit einer weiteren Reduzierung oder Stilllegung der Produktion in vielen Unternehmen zu rechnen ist, was auch zu Lieferengpässen in Deutschland führen wird.

Chinas Wirtschaftsziele sehen Experten derzeit als noch nicht gefährdet. Sollte die Pandemie jedoch eskalieren, könnte das geschätzte Wirtschaftswachstum von 5,5 Prozent tatsächlich verfehlt werden.

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